"Er zeigt seinem Volk den Mittelfinger"

König von Swasiland kauft 19 Rolls Royce und 120 BMWs - Bürger hungern

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13. November 2019 - 8:04 Uhr

15 Millionen Euro Fahrspaß

Es klingt beinahe wie ein schlechter Scherz. König Mswati III. ist das Oberhaupt des afrikanichern Kleinstaats Swasiland. Dort herrschen Armut und Hunger. Doch statt seinem Volk zu helfen hat der stinkreiche Monarch mal eben 19 Rolls Royce und 120 BMWs für seine 14 Frauen und seine Familie bestellt. Kostenpunkt: Umgerechnet circa 15 Millionen Euro.

Diese Rolls Royce ließ sich König Mswati III. von Swasiland liefern.
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"Krasse Ignoranz der Gefühle"

Ein Bürger in Swasialand verdient umgerechnet durchschnittlich 121 Euro im Monat. Als sie die tonnenschweren Laster mit den Luxuskaraossen über die Straßen rollen sahen, sollen laute Proteste losgebrochen sein, das berichtete die britische Zeitung "The Sun". Eigentlich könnte die Bevölkerung Spenden und Essen gut gebrauchen, doch stattdessen gibt ihr König sein Geld für schnelle Karren aus.

Ein Politiker meldete sich zu Wort, er schimpfte, dass der König seine Familie zu sehr verwöhne. "Zu sagen, dass das krasse Ignoranz der Gefühle der armen Bürger von Swasiland wäre, wäre untertrieben", wird der Mann zitiert. Und weiter: "Er zeigt ihnen den Mittelfinger und macht deutlich, dass er das Gesetz ist."

Das Volk in Swasiland leidet unter Hunger.
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Gegner rufen zum Widerstand auf

Der 51-jährigen Monarch König Mswati III. wird in der Forbes-Liste mit einem Vermögen von umgerechnet knapp 210 Millionen Euro als einer der reichsten Royals genannt. Doch die gibt er laut Kritikern aus dem eigenen Land nur für sich selbst aus.

Sein Gegner Wandile Dludlu rief in der "Sun" zum Kampf auf. "Unter keinen Umständen können wir der Familie des Königs gestatten, uns zur Armut zu verdammen, wir müssen kämpfen", wird er zitiert. Anfang des Monats seien bereits Arbeiter aus dem öffentlichen Dienst auf die Straße gegangen, um gegen Mswati III. zu demonstrieren.