Ungewöhnlicher Rettungseinsatz in Frankfurt

Kleinkind (1) bleibt mit Fingern im Badewannen-Abfluss stecken - mit Hand im Rohr in Klinik!

Ein Kleinkind ist in der Nähe von Aschaffenburg mit seinen Fingern im Abfluss stecken geblieben.
Ein Kleinkind ist in der Nähe von Aschaffenburg mit seinen Fingern im Abfluss stecken geblieben.
© picture-alliance/ dpa, PA Peter Byrne 6217993

02. Juli 2021 - 22:32 Uhr

Kleine samt Abflussrohr ins Krankenhaus eingeliefert

Wie ist das denn passiert? Besorgte Eltern aus der Nähe von Aschaffenburg riefen den Rettungsdienst, weil ihr Kleinkind mit seiner Hand im Abflusssieb der Badewanne stecken geblieben war. Wie sich herausstellte, war es gar nicht so einfach, das 17 Monate alte Mädchen aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Die Hand ist stark angeschwollen

Wie die Feuerwehr Frankfurt mitteilte, gelang es auch den Einsatzkräften nicht, die Hand des Kleinkindes aus dem Abfluss zu winden. Sie schnitten darum kurzerhand das Sieb mitsamt dem Rohr aus der Wanne, sodass der kleine Pechvogel ins Krankenhaus gebracht werden konnte.

Das Mädchen sei in Begleitung eines Elternteils ins Universitätsklinikum in Frankfurt gefahren worden. So die Feuerwehr. Doch auch für die Ärzte dort war die eingeklemmte Hand eine harte Nuss. Weil die Fingerchen des Mädchens inzwischen stark angeschwollen waren, hatten auch sie keine Chance, sie aus dem Abfluss zu befreien.

Erst mit Spezialwerkzeug der Feuerwehr konnte das Kind befreit werden

Am Ende musste noch einmal die Feuerwehr mit Spezialwerkzeug anrücken. Nach kurzer Beratung wurde das Ablaufrohr, das an der linken Hand der Einjährigen hing, aufgeschnitten. Danach gelang es den Feuerwehrleuten jeden Finger einzeln "freizulegen". Die Prozedur dauerte zwar fast 90 Minuten, aber danach war das Kind endlich wieder frei.

"Die anschließende medizinische Begutachtung ergab für alle beteiligten Helfer die erfreuliche Feststellung, dass das Kind keine ernsthaften Verletzungen erlitten hatte", so die Feuerwehr. (jgr)