Wildtiere in der Hauptstadt

Kleiner Chihuahua in Berlin von Fuchs gerissen

28. Mai 2020 - 10:58 Uhr

Füchse sind in großen Städten keine Seltenheit

Vergangene Woche wurde in Berlin ein Chihuahua von einem Fuchs gejagt und getötet. Vor den Augen der Hundehalterin und Parkbesucher griff das Wildtier den kleinen Hund an. Die Besitzerin spricht von einer Wildtier-Plage in der Stadt und will andere Hundehalter jetzt warnen. Wie gefährlich Füchse in der Stadt wirklich sind, erklärt unser Experte im Video.

Wilde Füchse in Berlin

Das sich Füchse in deutschen Großstädten heimisch fühlen und sich dort ausbreiten, ist bekannt. Besonders in Berlin werden immer häufiger Füchse gesichtet. Doch die Wildtiere streunen nicht nur in den Parks und auf den Straßen der Stadt umher: Am vergangenen Donnerstag, den 21. Mai 2020, wurde der kleine Chihuahua Bonny von einem Fuchs gejagt, gerissen und getötet. Zuvor war seine Besitzerin Jasmin Haug um Mitternacht mit Bonny nochmal eine Runde im Monbijoupark in Mitte spazieren gegangen. Für den kleinen Hund kam jede Hilfe zu spät. Weder die Besitzerin noch andere Parkbesucher, die der Frau zur Hilfe eilten, konnten den Hund retten.

Füchse in der Stadt: Niedlich oder gefährlich?

Aufgrund der vielen Abfälle in der Stadt sowie den wärmeren Temperaturen im Vergleich zu ländlicheren Regionen ist die Stadt als Lebensraum sehr attraktiv für die Tiere.

Das ein Fuchs aber einen Hunde angreift, komme nur selten vor, wie der Landesverband NABU Berlin auf seiner Homepage berichtet. Fühlt sich ein Fuchs allerdings bedroht oder hat Angst, kann es passieren, dass die Tiere aggressiv werden. Besonders jetzt im Frühjahr, wenn die Jungtiere den Bau verlassen, sind sie sehr aktiv.

Fuchs-Attacke auf einen Hund war kein Einzelfall

Klar ist: Dieser Vorfall war kein Einzelfall. Auch im vergangenen Jahr wurde eine Chihuahua-Hündin am Alexa in Berlin von einem Fuchs angegriffen, wie die B.Z. Berlin auf ihrer Homepage berichtet. In diesem Fall gab es ein Happy End: Hundedame Micky konnte sich von dem Fuchs befreien und hat den Angriff überlebt. Trotzdem fragen sich viele, ob mit der Nähe zum Menschen nicht doch auch eine größere Gefahr von den Tieren ausgeht. 

"Naturgemäß können Wildtiere, damit auch Füchse, für den Menschen unter bestimmten Bedingungen gefährlich werden", warnt das Ordnungsamt Berlin in einer Pressemitteilung. Jedoch wird betont, dass Übergriffe auf Hunde äußerst selten sind und verweist auf die Leinenpflicht, die in Berlin herrscht: "Im konkreten Fall ist davon auszugehen, dass es sich um einen unglücklichen Einzelfall mit einem Chihuahua handelt, der so nicht stattgefunden hätte, wäre der Hund ordnungsgemäß angeleint gewesen und somit in der Nähe seiner Halterin geblieben."