29. Mai 2019 - 10:09 Uhr

Rucksäcke für Kinder müssen solide sein

Viele Kinder lieben "Paw Patrol", "Drachen zähmen leicht gemacht" und "Pokémon Pikachu". Doch genau die Rucksäcke mit den knallbunten Motiven schneiden im Test am schlechtesten ab. Insgesamt 15 Rucksäcke für die Kleinen wurden im Praxislabor von Öko-Test untersucht. Das Fazit: Wer einen guten Rucksack für sein Kindergartenkind sucht, setzt besser auf solide Marken statt auf angesagte Zeichentrickhelden.

Drei Rucksäcke fallen im Test durch

Leider schneiden die Rucksäcke mit den bunten Zeichentrickhelden nicht gut ab
Bunt und mit den Helden ihrer Zeit: Die Rucksäcke mit den knalligen Motiven schneiden nicht gut ab
© Family Veldman (Family Veldman (Photographer) - [None], Family Veldman

Die Rucksäcke mit den bei Kindern so beliebten Merchandising-Motiven sind leider keine gute Wahl. Sehr zum Leidwesen der kleinen Fans. Doch zwischen ihnen und den "sehr guten" Produkten liegen wirklich Welten. Mehr als die Hälfte (neun Produkte) der Kinderrucksäcke wurden mit "sehr gut" oder "gut" bewertet. Da fallen die drei mit "ausreichend" und "mangelhaft" getesteten Merchandising-Rucksäcke stark aus dem Rahmen.

Diese Rucksäcke haben den Test mit "sehr gut" bestanden:

Affenzahn Kinderrucksack Große Freunde Theo Tiger* von Fond of (49,90 Euro)
Ergobag Mini Schniekahula Hawaii Türkis von Fond of (44,90 Euro)

Und das sind die Verlierer des Tests:

  • Paw Patrol Kinderrucksack von Heinrich Sieber (19,99 Euro)
  • Undercover Rucksack mit Vortasche, How to Train Your Dragon (11,99 Euro)
  • Pokémon Pikachu Kinderrucksack von Vadobag (14,99 Euro)

Handhabung, Funktionalität und Schadstoffprüfung: So hat Öko-Test getestet

Diesmal haben sich die Tester 15 Rücksäcke für Kinder im Kita- und Vorschulalter vorgenommen. Worauf müssen Eltern achten? Was macht einen guten Rucksack aus? Um das herauszufinden wurden Schnallen und Verschlüsse geprüft, Gurte untersucht und Regenschauern simuliert, um herauszufinden, ob die Innenfächer nass werden. Natürlich wurden die Rucksäcke für die lieben Kleinen auch auf Schadstoffe geprüft.

Fakt: Ein guter Rucksack sollte verstellbar sein und das Kind mit Polstern vor Druckstellen schützen. Die drei Verlierer des Tests haben leider keine Polster und die Tragegurte sitzen viel zu eng an Hals und Nacken. Schön wäre auch, wenn Stofftier, Butterbrot und Wechselklamotten trocken von Zuhause in den Kindergarten oder in die Vorschule kämen. Sieben Rucksäcke halten ganz gut dicht, bei den anderen acht kann's mehr oder weniger nass im Rucksack werden. Besonders leicht dringt das Wasser in den "Pokémon Pikachu" und in den "Skip Hop Zoo Pack Fledermaus Bailey" ein.

Darauf sollten Eltern beim Kinderrucksack-Kauf achten

An diesen vier Punkten lässt sich ein guter Rucksack erkennen:

  1. Gurtverlauf: Tragegurte sollten mindestens sieben Zentimeter auseinander liegen
  2. Tragegurte: wichtig ist eine gute Polsterung
  3. Rückenbereich: sollte sehr gut gepolstert und möglichst glatt sein
  4. Brustgurt: ideal wäre in Länge und Höhe verstellbar

Alle Testergebnisse im Überblick finden Sie im ausführlichen Testbericht von Öko-Test.

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