Kein Geld für die Urlaubsreise? Hier bekommen Familien Unterstützung für die Ferien

06. Juli 2017 - 16:04 Uhr

Kein Geld für den Urlaub

Die Sommerferien haben begonnen. Die Kinder ins Auto gesetzt und auf geht's in den heißersehnten Urlaub. Sommer, Sonne, Strand und Meer - selbstverständlich für die meisten Deutschen. Doch die Realität sieht anders aus: Fast jede fünfte Familie in Deutschland hat nicht genug Geld, um sich eine einwöchige Urlaubsreise leisten zu können. Was viele nicht wissen: immer mehr Städte und Länder unterstützen ärmere Familien mit Urlaubsgeld.

Günstige Feriencamps für Familien

"Nicht verreisen zu können, ist auch Ausdruck von Armut, die endlich wirksam bekämpft werden muss", sagte Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann. Unter Alleinerziehenden seien es sogar deutlich mehr: Für jeden Dritten liegt ein Urlaub mit dem Kind in weiter Ferne. Das belegen Zahlen des europäischen Statistikamtes Eurostat.

Damit auch Kinder aus ärmeren Familien mal Urlaub von zu Hause machen können, organisieren Hilfsreinrichtungen deutschlandweit Feriencamps. Die 'Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung' hat einen Katalog zusammengestellt, der insbesondere kinderreichen Familien, Alleinerziehenden, Familien mit geringerem Einkommen oder Familien mit behinderten Kindern die Möglichkeit bietet, ein passendes und kostengünstiges Urlaubsquartier zu finden. Den Katalog kann man sich auf der 'bmfsfj' Seite kostenlos herunterladen.

In acht Bundesländern gibt es für Familien die Möglichkeit, Urlaubs-Zuschüsse zu beantragen. Auf der Seite der 'Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung' erfahren Sie, ob auch Ihr Bundesland dabei ist. Mithilfe eines bereitgestellten Rechners, können Sie außerdem herausfinden, ob sie alle Kriterien erfüllen und die begünstigten Preise auch für Sie zutreffen.

Jugendämter haben Tipps

Jugendämter und Wohlfahrtsverbände haben für Familien mit ganz wenig Geld ein paar Tipps parat:

1. Preiswerte Ferienhäuser

Roman Nitsch von der Caritas Mannheim rät, nach günstigen Selbstversorgerhäusern Ausschau zu halten, die vielleicht nicht den Komfort eines Hotels bieten, aber es trotzdem ermöglichen, dass man einen Tapetenwechsel hat und etwas anderes sieht.

2. Spezielle Kinderfreizeiten

Nitsch, weiß, dass diese Freizeiten schon von vorne herein nicht so viel Geld kosten, aber wenn man auch das wenige Geld nicht aufbringen kann, dann kann man beim Jugendamt noch Unterstützung dafür beantragen.

3. Zu Hause schön machen

Vielerorts gibt es Familien-, Sozialpässe oder ähnliches, die vergünstigte Eintritte in Schwimmbäder, in Parks, ins Kino in Museen ermöglichen. Und mit denen kann man auch eine abwechslungsreiche Zeit zu Hause verbringen kann.