Vorschlag der Landwirtschaftsministerin

Klöckner will Wölfe "gezielt" zum Abschuss freigeben

Klöckner fordert ein gezieltes Bestandsmanagement für Wölfe.
Klöckner fordert ein gezieltes Bestandsmanagement für Wölfe.
© imago images/Christian Thiel, Christian Thiel via www.imago-images.de, www.imago-images.de

21. Juni 2021 - 10:30 Uhr

3.000 tote oder verletzte Nutztiere

Seit gut zwei Jahrzehnten streift der Wolf wieder durch deutsche Wälder. Das erfreut längst nicht alle. Vor allem Bauern klagen über das Raubtier. Im Jahr 2019 habe es durch Wolfsrisse fast 3.000 tote oder verletze Nutztiere gegeben. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner will dieses Problem jetzt angehen. Auf Instagram hagelt es Kritik.

+++ Wahlprogramm: Diese Pläne haben CDU und CSU +++

Gezielter Abschuss

Die Bundesministerin wirbt für einen gezielten Abschuss einzelner Raubtiere in solchen Regionen, in denen bereits viele Wölfe leben. "Der gute Erhaltungszustand beim Wolf ist in einigen Bundesländern, darunter Niedersachsen, erreicht. Deswegen setzen wir uns für ein regionales Bestandsmanagement ein."

Eltern sorgen sich um ihre Kinder

Die CDU wolle sich nicht mit den wachsenden Problemen auf dem Land abfinden. "2019 hatten wir durch Wolfsrisse fast 3.000 tote oder verletze Nutztiere. Wo soll das enden, wenn man es einfach ließe?" Sie könne sehr gut nachvollziehen, dass Eltern um ihre Kinder besorgt seien, sagte Klöckner. Es gehe dabei aber nicht darum, den Wolf komplett auszurotten.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Kritik an Umweltministerin

Die 2019 von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Verschärfung des Bundesnaturschutzgesetzes, auch Lex Wolf, genannt, habe nicht gereicht. "Das habe ich von Anfang an gesagt, aber mit der SPD in der Regierung ging nicht mehr", so Klöckner. Mittlerweile bekomme sie von SPD-Politikern aus Niedersachsen Briefe, die schärfere Gegenmaßnahmen forderten. "Da kann ich nur sagen: Ruft doch mal bei eurer Genossin Svenja Schulze im Umweltministerium an. Deren Blockadehaltung halte ich für weltfremd."

Kritik auf Instagram

Auf Instagram hagelt es Kritik für den Vorschlag Klöckners. Viele Nutzer machen unter den aktuellsten Beiträgen der Ministerin keinen Hehl daraus, dass sie nicht viel von ihrer Idee halten. "Hauptsache für den Tierschutz einsetzen, aber den Abschuss von Wölf genehmigen" oder: "Leider einfach nur heuchlerisch.. Mit dem Hund kuscheln, aber den Abschuss von Wölfen bewerben."