„Sonst gibt’s schnell was auf den Aluhut“

Ungeimpft? Harald Schmidt macht sich über Coronavirus lustig

05. Januar 2022 - 8:35 Uhr

„Ich bin auf einem guten und vernünftigen Weg, 2G zu erfüllen“

Ist Talk-Moderator Harald Schmidt nicht gegen Corona geimpft? Der 64-Jährige löst durch ein aktuelles Interview mit der "Neue Zürcher Zeitung", in dem er über Corona Witze macht, Spekulationen über seinen Impfstatus aus. Wie das Netz jetzt darüber diskutiert, zeigen wir im Video.

Harald Schmidt witzelt über „Aluhut“

Üblicherweise empfängt Harald Schmidt Journalisten gerne im Fünfsterne-Hotel. Anders jetzt beim Interview mit der "Neue Zürcher Zeitung". Das fand wenig glamourös in der Berliner Redaktion der "NZZ" statt. Ein offenbar nicht ganz freiwilliger Locationwechsel, wie der Interviewer zu Beginn des Gesprächs deutlich macht. Ein Interview im Hotel sei nicht möglich gewesen, weil Harald Schmidt weder geimpft noch genesen sei. "Dass ich nicht geimpft sei, das behaupten Sie einfach so, und ich lasse das mal so stehen. Mittlerweile habe ich mir eine Olaf-Scholz-Formulierung überlegt: 'Ich bin auf einem guten und vernünftigen Weg, 2G zu erfüllen.' Das lässt alles offen", antwortet dieser darauf.

Ob der 64-Jährige, der für seinen intellektuellen Witz und seine scharfzüngigen Moderationen bekannt geworden ist, erst eine Spritze bekommen hat oder überhaupt nicht geimpft ist, bleibt somit unbeantwortet. Fakt ist aber: Aktuell erfüllt Harald Schmidt die 2G-Auflagen offenbar (noch) nicht.

Mehr wolle er dazu aber auch nicht sagen, sonst gäbe es "schnell was auf den Aluhut".

Corona-Witz im „NZZ“-Interview

Nicht nur über die Frage nach Harald Schmidts Impfstatus lässt sich spekulieren. Sondern auch darüber, wie ernst der Comedian die Corona-Pandemie nimmt. Als der "NZZ"-Reporter ihn darauf anspricht, dass ein eigentlich geplanter Videodreh nicht stattfinden konnte, weil der junge Kollege, der die Aufnahmen machen sollte, positiv getestet wurde, fragt Harald Schmidt: "Aids?" Auf die Antwort, dass es sich um Corona handelt, antwortet der 64-Jährige: "Gut, ich bin eben an der Charité vorbeigefahren, ich bin also nicht auf ein Virus festgelegt. Michel Houellebecq, der französische Autor, falls Ihnen der Name neu ist, sagt ja, das sei das Langweilige an Corona: dass es nicht einmal sexuell übertragen werde."

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Schon im Sommer sorgte Harald Schmidt für Irritationen

Bereits im Juli 2021 sorgte Harald Schmidt mit seinem Aussagen über das Impfen für Irritationen. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er damals: "Ich bin absolut kein Impfgegner. Ich bin nur keiner, der morgens schon vor der Tür liegt, wenn der Arzt um 8 Uhr öffnet, damit er um fünf vor acht geimpft werden kann. Wer es dringend braucht, für den lasse ich gern den Altruisten raushängen: 'Nimm doch meine Dosis!'"

Seine Impfung wolle er sich später holen, sagte Harald Schmidt im Sommer dem RND: "Ich warte ab, bis das alles völlig entspannt geht, sozusagen auf Zuruf. Keine Ahnung, wann das sein wird, da höre ich ja täglich andere Zahlen – oder vielmehr höre gar nicht mehr hin, muss ich sagen. Wenn es heißt, 'das Robert Koch-Institut meldet', hole ich 'nen Kaffee." (csp)

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