Israel: Netanjahu verteidigt Siedlungsbau-Pläne

13. Februar 2016 - 6:34 Uhr

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den geplanten Bau tausender Wohnungen in und nahe Jerusalem gegen internationale Kritik verteidigt. "Was für eine Zukunft erwartet Israel, wenn wir in Gilo und Ramat Schlomo nicht bauen können?", sagte Netanjahu in einem Fernsehinterview. "Der jüdische Staat soll nicht in seiner eigenen Hauptstadt bauen dürfen? Das akzeptiere ich nicht", erklärte er.

Gilo und Ramat Schlomo liegen im 1967 eroberten Ostjerusalem. Außerdem will Israel 3.000 Wohneinheiten im E-1 genannten Bereich im Osten Jerusalems errichten. Damit würde die Bildung eines zusammenhängenden Palästinenserstaates im Westjordanland äußerst erschwert.