Erster Billiganbieter stellt Stromversorgung ein - kann das auch mir passieren?

Laut Medienbericht: Stromanbieter "Immergrün" stellt Lieferungen in Teilen von Deutschland ein

Stecker rein, Strom da - doch zu welchem Preis? (Motivbild)
Stecker rein, Strom da - doch zu welchem Preis? (Motivbild)
© dpa, Oliver Berg, obe lre ags brx kno iku lof wok

09. Oktober 2021 - 15:20 Uhr

Billigstromanbieter soll hunderten Kunden Verträge gekündigt haben

Der Billigstromanbieter "Immergrün" soll hunderten Stromkunden in Teilen von Bremen und Hessen ihre Verträge gekündigt haben. Das berichtet das "Handelsblatt" am Freitag. Grund sollen laut Bericht die massiven Erhöhungen der Strompreise sein. Was bedeutet das für die Verbraucher? Droht das auch weiteren Strom-Kunden bei günstigen Anbietern?

Ab dem 19. Oktober will "Immergrün" wohl gebietsweise die Stromversorgung einstellen

Laut "Handelsblatt" habe die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft, die hinter dem Stromanbieter "Immergrün" steckt, hunderten Kunden in Teilen von Bremen und Hessen am Freitag überraschend Kündigungsschreiben zukommen lassen.

Ab dem 19. Oktober werde man dem Schreiben zufolge die Versorgung mit Strom einstellen. In Bremen ist das Unternehmen mit Firmensitz in Köln unter dem Namen "Meisterstrom" bekannt.

Billigstromanbieter kämpft mit Preiserhöhungen am Markt

"Immergrün" könnte das Rekordhoch des Strompreises in Deutschland zum Verhängnis geworden sein. Das spüren nicht nur die Endverbraucher sondern auch die Biligstromanbieter. Sie kaufen ihren Strom häufig kurzfristig am Markt ein. Die teuren Preise dafür dürfen sie aber nicht an ihre Kunden weitergeben.

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Verbraucher müssen sich keine Sorgen machen

Laut dem Medienbericht hätten betroffene Kunden nun elf Tage Zeit um sich einen neuen Stromanbieter zu suchen. Wer das nicht schafft, muss aber keine Panik haben, bald ohne Strom dazustehen.

Denn in Deutschland besitzt jeder Bürger ein gesetzlich garantiertes Recht auf Grundversorgung mit Strom. Dementsprechend müssen die Grundversorger einspringen, falls der Anbieter, bei dem der Kunde seinen Strom eigentlich bezieht, nicht mehr liefern kann.

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