Beide haben behinderte Kinder

„Ich hoffe, Harvey stirbt vor mir“: André Dietz hat Verständnis für Katie Price' Aussage

09. Juli 2020 - 11:41 Uhr

Für André Dietz ist Tochter Mari „alles was zählt“

"Ich wünsche mir, dass mein Kind vor mir stirbt" – ein Satz der für viele Eltern unvorstellbar, sogar unaussprechbar sein dürfte. Skandalnudel Katie Price (42) sagt jetzt genau das über ihren Sohn: "Ich hoffe, Harvey stirbt vor mir." Darf eine Mama sowas sagen? "Alles was zählt"-Star André Dietz (45), der selbst eine behinderte Tochter hat, kann die Aussage nachvollziehen. Das überrascht! Aber im Video erklärt er ganz genau, warum er diesen Wunsch versteht.

„Heißt nicht, das sie eine schlechte Mutter ist“

Mari (6), die Tochter von André und Shari Dietz, hat das Angelman-Syndrom. Es ist ein seltener Gendeffekt, durch den sie nicht sprechen kann und schwer geistig behindert ist. Allerdings passiert vor kurzem das Unvorstellbare: Mari kann inzwischen ein "Mamama" und ein "Papapa" sagen, verrät André Dietz RTL Ende 2019. Trotzdem wird sie niemals alleine leben können. Das gilt auch für Harvey, den Sohn von Katie Price. Auch er wird niemals ohne seine Mama auskommen. Deshalb formuliert sie ihren "Wunsch" knallhart: "Ich hoffe, Harvey stirbt vor mir, weil er ohne mich nicht zurechtkommt." Er leidet an dem Prader-Willi-Syndrom, das schwere körperliche und kognitive Probleme auslöst. Harvey ist autistisch, teilweise blind und leidet an starkem Übergewicht. Seine Mutter ist seine einzige Bezugsperson.

"Der Autismus kann schon bewirken, dass dieses Kind, dass ihr Sohn, nur eine Bezugsperson hat, nämlich sie. Das heißt eben nicht, dass sie eine schlechte Mutter ist und dass sie andere Menschen von dem Kind fernhält, sondern das kann eben so sein, dass es nur sie ist. Dann verstehe ich die Aussage", erklärt André gegenüber RTL. Trotzdem würde für ihn und Shari eine solche Aussage "auf keinen Fall in Frage kommen" und vielleicht sollten einige von Katies Kritikern daran denken, dass sie immer nur das Beste für ihren Sohn will.