Nach Herzinfarkt oder Schlaganfall

Hunde verlängern das Leben ihrer Besitzer

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10. Oktober 2019 - 13:00 Uhr

Hunde sind gut fürs Herz

Gute Nachrichten für alle Hundebesitzer: Die Anschaffung eines Hundes macht nicht nur glücklich, sondern auch gesund. In einer tschechischen Langzeitstudie ist bereits nachgewiesen worden, dass Hundebesitzer ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Laut zwei aktuellen Studien der "American Health Association" erhöhen die Haustiere außerdem die Lebenserwartung ihres Herrchens oder Frauchens nach einem erlittenen Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Hundebesitzer sind körperlich aktiver

In der ersten Studie wurden die Gesundheitsdaten von 182.000 schwedischen Herzinfarkt-Patienten und 155.000 Schlaganfall-Patienten zwischen 40 und 85 Jahren untersucht. Sechs Prozent der Herzinfarkt-Patienten und fünf Prozent der Schlaganfall-Patienten gaben an, einen Hund zu besitzen.

Die Analyse hat ergeben, dass die Sterblichkeitsrate durch einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt bei Hundebesitzern um 31 Prozent geringer ist als bei Menschen, die keinen Hund haben. Laut Professor Tove Fall von der Universität Uppsala liegt das an der körperlichen Aktivität mit einem Hund, die sowohl für die psychische als auch für die physische Gesundheit extrem wichtig ist.

Sterberisiko nach Herzinfarkt sinkt mit Hund um 65 Prozent

In der zweiten Studie kamen die Forscher zu einem ähnlichen Ergebnis: Die Mortalitätsrate bei Hundebesitzern nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall sank um 24 Prozent. Außerdem sank das Sterberisiko nach Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems um 31 Prozent, nach einem Herzinfarkt um 65 Prozent. Der Lebensstil und die Fitness der Menschen wurden bei der Studie jedoch außer Acht gelassen, weshalb detaillierte Untersuchungen notwendig sind, um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, die diverse Einflussfaktoren miteinbeziehen.