Nachbarin befürchtete Notlage und rief die Polizei

Da hat sich jemand verhört: Hilferufe entpuppen sich als Telefonat

Warum ein Hörgerät im Ohr am besten aufgehoben ist, haben ein Bremerhavener und seine Nachbarin nun nochmal erfahren. (Symbolbild)
Warum ein Hörgerät im Ohr am besten aufgehoben ist, haben ein Bremerhavener und seine Nachbarin nun nochmal erfahren. (Symbolbild)
© deutsche presse agentur

14. Oktober 2021 - 16:48 Uhr

Polizei versucht Lage zu klären

Sie macht wirklich alles richtig, als eine Bremerhavenerin am Mittwoch die Polizei ruft. Aus der Nachbarwohnung hört sie nämlich vermeintliche Hilferufe und ein Wimmern, würde man da nicht die Polizei einschalten? Die herbeigerufenen Polizisten klingeln und klopfen daraufhin am Mittwochvormittag an der Wohnungstür, die aber nicht geöffnet wird. Der Grund ist klein und gehört eigentlich ins Ohr.

Mann hatte ohne Hörgerät telefoniert

Schließlich kommt sogar die Feuerwehr und öffnet die Tür. In der Wohnung treffen die Beamten auf den 89 Jahre alten Bewohner, der versichert, dass es ihm gut gehe und er nur telefoniert habe. Dabei habe er sein Hörgerät nicht getragen und somit auch das Klingeln und Klopfen nicht gehört. Die Polizei würdigt am Donnerstag ausdrücklich den Hinweis der Anruferin, auch wenn in diesem Fall keine Notlage vorgelegen habe. Denn, erklärt die Polizei, im Ernstfall hätte einer betroffenen Person so rasch geholfen werden können. (dpa/mba)