Hessische Hilfe

Katastrophenschützer sichern abgebrannte Gebiete in Griechenland

Waldbrände in Griechenland
Waldbrände in Griechenland
© imago images/ANE Edition, Vasilis Rebapis via www.imago-images.de, www.imago-images.de

13. August 2021 - 15:14 Uhr

Hilfe aus Hessen

Rund 190 hessische Katastrophenschützer sollen in Griechenland dafür sorgen, dass in den abgebrannten Gebieten keine weiteren Feuer mehr auflodern. Die Spezialisten schützen ein 80 Quadratkilometer großes Gebiet auf der Halbinsel Peloponnes.

"Es ist alles abgebrannt"

Die Experten aus Hessen sind auf dem Weg, um weitere Brände auf der griechischen Halbinsel Peloponnes zu verhindern. Das von ihnen zu überwachende Gebiet fiel vor rund einer Woche den Waldbränden zum Opfer. "Es ist alles abgebrannt", sagt Heiko Neumeier, Leiter des Vorauskommandos.

Verheerende Feuer

Noch am Dienstag Abend war die Feuerfront auf der griechischen Halbinsel rund 10 Kilometer lang, 19 Dörfer mussten evakuiert werden. Die anhaltende Dürre gilt als Hauptgrund für die verheerenden Brände, bei denen ersten Schätzungen zufolge mehr als 90 000 Hektar Wald und landwirtschaftlich genutzte Fläche sowie tausende Häuser zerstört wurden. Unzählige Tiere starben. Erst als in der Nacht zum Donnerstag Regenfälle einsetzten, erloschen viele Feuer. Doch die Gefahr ist noch nicht vorbei: "Wir erkunden jetzt, wo es Stellen gibt, wo das Feuer wieder aufflammen könnte", so Neumeier. Dort halten die hessischen Katastrophenschützer Brandwache und löschen mögliche Glutnester.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Herzlicher Empfang

Die Menschen auf der Halbinsel Peloponnes freuen sich über die hessische Hilfe. "Die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort und den griechischen Einsatzleitern ist vorbildlich", berichtet Neumeier, Leiter des Vorauskommandos. "Sie haben uns am Donnerstag sogar schon Essen besorgt - wir mussten uns noch nicht einmal darum kümmern."

Hessen hat nach Ministeriumsangaben das größte Hilfeleistungskontingent nach Griechenland geschickt - gefolgt von Rumänien mit 140 Helfern. Der Einsatz ist zunächst auf zwei Wochen ausgelegt. (dpa/ api)