Im Podcast "heute wichtig"

Skrupelloses Geschäft mit Hund, Katze & Co. – Warum Onlinehandel mit Tieren verboten werden sollte

"Die Politik muss hier handeln! Deutschland ist Entwicklungsland in Sachen Tierschutz", sagt Talkgast Stefan Klippstein.
"Die Politik muss hier handeln! Deutschland ist Entwicklungsland in Sachen Tierschutz", sagt Talkgast Stefan Klippstein.
© Stefan Klippstein

05. Juli 2021 - 6:56 Uhr

Tierschützer Stefan Klippstein m Gespräch mit Michel Abdollahi

"Ich muss nicht einmal aus dem Haus gehen in Deutschland um mir einen Hund zu kaufen", wie die Bestellung einer Pizza, sagt Tierschützer Stefan Klippstein. Er fordert die Einführung von Kontrollmechanismen beim Online-Handel; erklärt, warum mit Beginn der Ferienzeit viele Tierheime überfüllt sind und zeigt, was jeder Einzelne für das Wohl der Tiere tun kann.

Deutschland ist Entwicklungsland in Sachen Tierschutz

Seit Beginn der Pandemie hat die Zahl der Haustiere in Deutschland um eine Million zugenommen – das erzählt der Tierschützer Stefan Klippstein im Gespräch mit Michel Abdollahi. Zu Beginn der Urlaubszeit würde diese Tiere vermehrt in Tierheimen abgegeben. "Das Problem ist, dass sich viele Leute nicht gut überlegen, ob sie wirklich in der Lage sind ein Tier gut zu halten, und einfach spontan im Internet einen Hund kaufen", so Klippstein. Diese würden dann wie eine Pizza aus dem Ausland nach Hause geliefert.

Kein Onlinehandel mit Tieren

Daher fordert der passionierte Tierpfleger und Tierschützer, klare Richtlinien und Gesetze von der Politik. Das fange beim Hund an, gehe über den Affen, die Katze, das Meerschweinchen, bis hin zum Krokodil. Niemand prüfe den Onlinehandel, so Klippstein. Oftmals seien die neuen Besitzer dann doch überfordert, schämten sich aber und verkauften das Tier weiter, statt es ins Tierheim zu geben. "Die Tiere wandern wie ein Wanderpokal durch das Internet, und sie landen dann völlig verhaltensgestört beim Tierschutz", so Klippstein. Er appelliert: "Würde keiner diese Tiere (im Internet) kaufen, gäbe es diesen Handel nicht."

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Bußgelder für Impfterminmuffel?

Außerdem geht es in der Folge um mögliche Bußgelder für Impftermin-Schwänzer. Mario Czaja, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes Berlin, berichtet aus einem Berliner Impfzentrum, dass allein dort bis zu 200 Termine am Tag entfallen würden, weil Menschen nicht erscheinen. Er fordert daher Bußgelder für Impfschwänzer – aus der Politik kommt aber auch Kritik an diesem Vorschlag.

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Mit der Co-Produktion von STERN, RTL und ntv, "heute wichtig", starten Sie von Montag bis Freitag mit Michel Abdollahi und seinem Team gut informiert in den Tag. Erfahren Sie, worüber Deutschland heute spricht. Den Podcast gibt es kostenfrei auf AUDIO NOW und bei allen weiteren Podcast-Plattformen.