GZSZ-Folge 6023 vom 20.06.2016: Wird Lilly Amar für immer an seinen Sohn verlieren?

21. Juni 2016 - 10:17 Uhr

Lilly kann die Vorstellung, Amar könne sie verlassen, nicht ertragen

Amar (Thando Walbaum) ist hin- und hergerissen. Dass seine Frau und sein Sohn nicht nach Berlin nachkommen dürfen, zerreißt dem verantwortungsbewussten Vater das Herz. Einziger Ausweg in seinen Augen: Zu Mutter und Kind nach Ghana reisen, um beiden vor Ort zur Seite zu stehen. Die Vorstellung, Amar könnte Berlin verlassen ist, trifft die empfindsame Lilly (Iris Mareike Steen) tief. Sollte ihr Geliebter, für den sie so sehr gekämpft hatte, Deutschland verlassen, wird es ihm nämlich nicht mehr gestattet sein, wieder einzureisen. Das versucht sie Amar wieder und wieder klarzumachen.

"Es geht immer anders", versucht sie, Amar zum Bleiben zu bewegen. Gemeinsam, so ist sie sich sicher, werden sie mit ihrer Liebe einen Weg finden. "Du hast mich allein gelassen und mir versprochen, dass wir uns nie wieder trennen", erinnert sie ihn unter Tränen an sein Versprechen. "Warum gibst du uns dann auf?" Aufgeben will Amar seine Liebe zu Lilly keinesfalls. Doch seinen Sohn im Stich lassen, kommt für ihn auch nicht in Frage. "Ich muss irgendwas machen, ich kann nicht warten", erklärt er seiner aufgelösten Freundin deshalb entschieden. Mehr und mehr spürt Lilly nach diesen Worten, dass ihr geliebter Amar ihr entgleitet. Die Vorstellung, künftig und auf immer von ihm getrennt leben zu müssen, lässt die sonst so starke Medizinstudentin vollends verzweifeln. Weinend rennt sie davon.

Hat Amar sich bereits für seinen Sohn entschieden?

Auch an Amar geht die schwierige Situation nicht spurlos vorbei. Aufgewühlt sucht er Trost bei Tuner (Thomas Drechsel). "Was ist, wenn du deine Familie erstmal nach Deutschland holst?", hakt dieser nach, "Touri-Visa oder Schleuser?" Der selbst Geflüchtete weiß allerdings, wie brutal die illegalen Schleuserbanden vorgehen. "Da ist das Lager in Ghana sogar besser", vermutet Amar daher düster. Außerdem: Eine Existenz als illegaler Einwanderer, was wäre das für ein Leben? Das will und kann Amar nicht zulassen. "Ich liebe Lilly über alles, aber ich muss mich doch auch um die beiden kümmern", beschreibt er vor Tuner seine Gewissensbisse. Ein schönes Zuhause, Essen, Bildung: All das will Amar seinem Sohn ermöglichen. Doch kann er das aus der Ferne Berlins schaffen?

Zurück in der WG treffen Amar und Lilly innerlich zerrissen aufeinander. "Ich will das mit dir zusammen entscheiden", geht Amar einen Schritt auf seine Liebste zu. Auch Lilly versucht, für Amars Gefühlschaos Verständnis aufzubringen. Aber wie soll es in Ghana, mittellos, für ihn und seine kleine Familie weitergehen? "Vielleicht ist es von hier aus einfacher", vermutet Lilly. In Berlin kann Amar mehr Geld verdienen als in Afrika, damit könnte er die beiden zumindest finanziell unterstützen. "Dann können sie aus dem Lager raus und sich eine sichere Unterkunft suchen", plant sie weiter. Doch auch wenn sich Lilly bemüht und eifrig Pläne schmiede, Amar ist nicht mehr sicher, ob sein Platz in Berlin ist und das macht er Lilly mehr als deutlich klar. Verliert Lilly ihren Liebsten für immer?