Mehrere hundert Beamte beteiligt

Razzia wegen Drogenhandels in Wilhelmshaven

Bei der Razzia in Wilhelmshaven wurden mehr als 30 Objekte durchsucht.
Bei der Razzia in Wilhelmshaven wurden mehr als 30 Objekte durchsucht.
© dpa, Sina Schuldt, ssd bsc

03. August 2021 - 13:57 Uhr

Mehr als 30 Objekte wurden durchsucht

Es war eine großangelegte Razzia im Kampf gegen Drogenhändler: Am frühen Dienstagmorgen lief in Wilhelmshaven ein geplanter Durchsuchungseinsatz der Polizei. Laut einem Sprecher waren mehrere hundert Beamte daran beteiligt. Sie durchsuchten zeitgleich fast 40 Objekte wie Wohnungen, Geschäftsräume, Kellerräume und Gärten allein im Stadtgebiet Wilhelmshaven. Auch in Zetel, Neuharlingersiel und Burscheid in Nordrhein-Westfalen waren die Beamten im Einsatz. Zwei Männer wurden festgenommen.

Vorwurf: Gewerbsmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln

Der Einsatz am Dienstag steht im Zusammenhang mit mehreren Durchsuchungen aus dem Mai 2021, bei denen laut Polizei unter anderem mehr als 50 Kilogramm Marihuana und ein Kilogramm Kokain mit einem Marktwert von ca. einer halben Million Euro sichergestellt wurden. Insgesamt gibt es 29 tatverdächtige Männer und Frauen im Alter zwischen 19 und 62 Jahren, so die Polizei. Sie sollen aber nicht als Gruppe, sondern unabhängig voneinander gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben, unter anderem mit Drogenhandel.

Verdächtiges Material gefunden

Bei den Durchsuchungen fanden die Beamten laut Polizei unter anderem geringe Mengen Betäubungsmittel, mehr als 81.000 Euro Bargeld, einen Nachbau einer Maschinenpistole, eine Schreckschusspistole, diverse Schlagwerkzeuge, ein Cryptohandy sowie mehrere Mobiltelefone, Laptops, Speicherkarten und Festplatten und diverse Materialien zum Handel mit Betäubungsmitteln.

Es war ein ungewöhnlich großer Einsatz, an dem mehrere hundert Polizeibeamte und fast 30 Drogenspürhunde beteiligt waren. Aus diesem Grund hat die Polizei schon früh per Pressemitteilung und über Twitter über den Einsatz informiert. Es solle vermieden werden, dass falsche Spekulationen über den Einsatz in Umlauf geraten, so ein Sprecher der Polizei gegenüber RTL Nord. (dpa/mba)

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