Geht`s noch?

Gratis-Döner für Dicke: Wer mehr als 106 Kilo wiegt, isst hier umsonst

Bei Dönerladen-Besitzer Hüseyin Bicici in Essenbach (Kreis Landshut) gibt`s Döner für lau. Aber nur für Kunden, die mehr als 106 Kilo wiegen.
© RTL

23. September 2020 - 10:22 Uhr

„Wer tut was für Dicke?“

Dönerbuden-Besitzer Hüseyin Bicici (54) aus Essenbach bei Landshut macht sich immer mal wieder Gedanken, wie er neue Kundschaft an seinen Dönerspieß locken kann. Dieses Mal startet er eine etwas fragwürdige Aktion: Eine Woche lang bekommt jeder, der über 106 Kilo wiegt, einen Döner umsonst.

Die Kunden hauen sich die Taschen voll

"Ich selbst wiege 106 Kilo", sagt der Dönerverkäufer. Die Kunden müssen sich vor Ort wiegen, um ihr Gewicht unter Beweis zu stellen, erst dann gibt es noch bis Ende dieser Woche den Döner aufs Haus. "Bis jetzt habe ich auch nur positive Reaktionen bekommen. Viele kommen sogar extra deswegen hier her, um uns kennenzulernen." freut sich Hüseyin Bicici. "Auch für das Wochenende hat sich eine 6-köpfige Gruppe von Übergewichtigen angekündigt. Die kommen extra aus Freising zu mir." Um den finanziellen Verlust schert er sich nicht."Wenn 500 neue Leute zur Aktion kommen und nur 10 davon als Stammkunden bleiben, dann freue ich mich schon." so Hüseyin.

Aber finden wirklich alle Kunden im Ort die Aktion so dufte? Irgendwie schon. "Es ist doch nur ein PR-Gag. Und von einem Döner nimmt man ja nicht gleich zu. Wenn man Kalorien sparen will, dann kann man das auch an anderen Stellen." sagt ein Kunde gegenüber RTL. Lediglich eine Dorfbewohnerin äußert Bedenken: "Wenn man mehr wiegt, geht das alles auf die Gesundheit. Da muss nicht auch noch ein Gratis-Döner sein."

Nicht die erste kuriose Werbe-Aktion

Schon mit vergangenen Aktionen hat der gebürtige Türke, seit er den Laden vor einem Jahr eröffnet hat, für Aufsehen gesorgt. Anfang des Jahres schenkte er allen einen Döner, die einen Meterstab vorbeibrachten. Gleiches ein paar Wochen später mit Kochlöffeln. Die Meterstäbe verkaufte Bicici an einen Bekannten und spendete den Erlös von 500€ an das Bayerische Rote Kreuz.

„Die schlimmste Zeit für mich war Corona“

Die skurrilen Werbeaktionen des Dönerladenbesitzers haben einen ernsten Hintergrund. Wegen der Corona-Krise musste Hüseyin seinen Laden von März bis Juni schließen. Dabei hatte er sein Geschäft erst vor 11 Monaten geöffnet. "Ich brauche Werbung und ich bin neu hier. Die Leute sollen zu mir kommen und sollen sehen, das wir gut sind. Und das bringt auch schon was."

Für die kommenden Wochen ist auch schon die nächste Aktion in Planung: Denn dann gehen Gratis-Döner an Frauen, die unter 56 Kilo wiegen.