Wer Zertifikat vorzeigt, muss mit Bußgeld rechnen

Gesundheitsministerium warnt vor digitalen Corona-Schnelltests

Das Gesundheitsministerium warnt vor Testzertifikaten, die über digital überwachten Selbsttests ausgestellt wurden.
Das Gesundheitsministerium warnt vor Testzertifikaten, die über digital überwachten Selbsttests ausgestellt wurden.
© picture alliance, Christian Charisius

02. Dezember 2021 - 14:47 Uhr

Zertifikate aus digital überwachten Selbsttests nicht 3G-fähig

Mit der am 24. November eingeführten 3G-Pflicht für alle Beschäftigten am Arbeitsplatz boomen auch wieder die Corona-Schnelltests. Lange Schlangen vor den Testzentren sind keine Seltenheit. Auffällig viele Anbieter werben im Internet jetzt auch mit digital überwachten Selbsttests, inklusive Testzertifikat. Das Bundesgesundheitsministerium und das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium warnen jetzt allerdings vor solchen Tests: Sie sind nicht 3G-fähig. Und wer das Testzertifikat vorzeigt, dem droht sogar ein Bußgeld.

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Knöllchen bei Vorzeigen eines ungültigen Testzertifikats

Das Bundesministerium für Gesundheit warnt auf seiner Internetseite ausdrücklich davor: " Testnachweise im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung, die in Deutschland im Rahmen von impf-, genesenen- oder testnachweisbezogenen Schutzkonzepten (sogenannte 3G-Konzepte) verwendet werden sollen, dürfen nicht auf einer bloßen videoüberwachten Selbsttestung beruhen."

Auch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen weist in einer Mitteilung ausdrücklich darauf hin, dass nur Tests, die vor Ort durch Dritte durchgeführt oder überwacht werden, mit einem 3G-fähigen Testzertifikat bestätigt werden dürfen. "Testzertifikate, die das Ergebnis eines digitalen Testverfahrens bescheinigen, sind ungültig", so das Ministerium.

Gültig sind demnach nur Schnelltests, die in Präsenz von geschultem Personal vorgenommene werden oder beaufsichtigte Selbsttestungen vor Ort. Digitale Beobachtungen bei Selbsttestungen erfüllen diese Anforderung nicht und berechtigen nicht zur Ausstellung eines Testnachweises.

Wer bei einer Zugangskontrolle ein solches Testzertifikat vorweist, muss sogar mit einem Knöllchen rechnen: Die Verwendung solcher Testnachweise im Rechtsverkehr stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann, erklärt das Ministerium in NRW. (aze)