Eine alternativmedizinische Behandlungsmethode

Gesundheitslexikon: Magnetfeldtherapie

Eine Magnetfeldtherapie kann die Selbstheilungskräfte fördern und die Heilung beschleunigen
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26. November 2019 - 11:21 Uhr

Magnetfeldtherapie als Zusatz zur Schulmedizin

Die Magnetfeldtherapie ist als Form der alternativen Naturmedizin in vielen Bereichen körperlicher Beschwerden einsetzbar. Sie stellt laut Therapeuten eine nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode dar. Als Zusatz zur Schulmedizin soll sie beispielsweise die Einnahme von Schmerzmitteln reduzieren und den Heilungsprozess etlicher Krankheitsformen positiv beeinflussen können.

Was ist eine Magnetfeldtherapie?

Die Magnetfeldtherapie stellt, wie der Name erahnen lässt, eine Behandlungsform durch Magnetfelder dar. Dadurch erzeugte Impulse sollen geschwächtes Körpergewebe stärken und kranke Zellen beim Genesungsprozess unterstützen. Dies soll aufgrund der elektronischen Stöße, welche den Zellstoffwechsel aktivieren und beschleunigen, zu einer verstärkten Sauerstoffversorgung des Gewebes führen. Damit sollen entzündungshemmende und allgemein vitalisierende Effekte einhergehen. Laut der anwendenden Therapeuten stärkt die Behandlung das Immunsystem und ist bei korrekter Anwendung entzündungshemmend. Ein weiteres Plus ist das eingangs erwähnte Ausbleiben von Nebenwirkungen. Umgangssprachlich umfasst die Magnetfeldtherapie lediglich die nicht inversive Form.

Bei welchen Problemen soll die Therapie helfen?

Neben Anwendungsmöglichkeiten wie der Stärkung des Immunsystems oder zur Verbesserung der Knorpelstruktur stehen besonders die Wundheilung und die beschleunigte Heilung von Knochenbrüchen im Fokus. Allerdings lassen sich auch Infektionen, Allergien und die Regulierung des Hormonhaushaltes behandeln. Kopfschmerzen und Migräne, Beschwerden bei der Menstruation oder unregelmäßiger Blutdruck sind weitere Behandlungsfelder. Als Zusatz zur Schulmedizin wird die Magnetfeldtherapie oft bei Arthrose, Rheuma und Osteoporose eingesetzt. Des Weiteren ist laut Therapeuten die Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule möglich.

Wie läuft die Magnetfeldtherapie ab?

In Kliniken und Arztpraxen wird in der Regel mit einer Untersuchung begonnen, welche die Feststellung der Krankheit beziehungsweise des Problems zum Ziel hat. Auf dieser Grundlage werden die Behandlungsmöglichkeiten der Therapie besprochen sowie die entsprechenden Einstellungen der Magnetfelder hinsichtlich Stärke und Frequenz durch den Behandelnden bestimmt. Die zu heilenden Körperregionen werden mittels Röhre oder Spule umschlossen oder es wird ein magnetisches Gerät zur Behandlung unmittelbar auf die betroffene Körperstelle gelegt. Teilweise werden auch Matten oder Kissen mit magnetischen Feldern für die Behandlung genutzt.

Was sollte man beachten?

Da es sich um eine Behandlungsmethode aus der Alternativmedizin handelt, sollten die Kosten für die Therapie mit der jeweiligen Krankenkasse erörtert werden. Hier zahlen gesetzliche Krankenkassen in der Regel keinen Beitrag. Grundsätzlich dient die Behandlungsmethode lediglich zur Linderung der aufgezeigten Krankheitsformen. Schwere oder lediglich mittels chirurgischer Eingriffe heilbare Erkrankungen sind nicht therapierbar. Wie bei vielen Methoden der Naturheilverfahren kann auch hier bei den ersten Behandlungen eine kurzzeitige Verschlimmerung der Symptome auftreten. Dies ist allerdings laut Therapeuten lediglich ein Zeichen dafür, dass die gewollte Wirkung eintritt. Patienten mit Herzschrittmachern, elektrischen Implantaten oder Schwangere sollten gänzlich auf die Therapieform verzichten.

Wie finden Sie den richtigen Therapeuten?

Zuerst sollten Sie auf seriöse Angebote achten. Zertifikate, Ausbildungen und langjährige Erfahrungen sind die Grundlage für eine vertrauensvolle Absprache zwischen Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt oder Therapeuten. Abhängig von dem zu behandelnden Krankheitsbild ist der Umfang der technischen Ausstattung des Therapeuten zu beachten. In einem persönlichen Gespräch sollten Sie die Vor- und Nachteile erörtern können und sich hinsichtlich der Erfolgsaussichten für die Erkrankung beraten lassen. Achten Sie besonders darauf, dass nicht auf eine Dauerbehandlung abgezielt wird. Diese ist grundsätzlich bei Magnetfeldtherapien nicht zielführend.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.