Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine Tätigkeit

Gesundheitslexikon: Konzentration (in der Psychologie)

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24. Oktober 2019 - 14:28 Uhr

Mit der Konzentration die Aufmerksamkeit willentlich lenken

Immer wieder gibt es in unserem Leben Situationen, die unsere volle Konzentration erfordern - von kniffligen Aufgaben im Beruf bis hin zum Autofahren. Die Konzentration hilft uns dabei, ganz bei der Sache zu sein und dadurch ein kurzfristiges Ziel zu erreichen.

Was versteht man unter Konzentration und was ist eine Konzentrationsschwäche?

Das Wort Konzentration bedeutet "zusammen im Mittelpunkt" und beschreibt die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit. Damit soll ein kurzfristiges Ziel erreicht oder eine bestimmte Aufgabe gelöst werden. Mit der Konzentration geht eine geistige Anstrengung einher. Daher lässt die Konzentration nach einiger Zeit nach und das Aufmerksamkeits-Niveau wird gesenkt. Wer dauerhafte Probleme damit hat, seine Konzentration auf eine bestimmte Tätigkeit zu richten, kann eine Konzentrationsstörung haben. Das Ausmaß ist bei jedem anders. Wenn man bei sich oder bei Bekannten eine Konzentrationsstörung vermutet, sollte man diese bei einem Arzt abklären lassen. Manchmal ist die Konzentrationsschwäche ein Symptom einer ernsthaften Erkrankung.

Ursachen der Konzentrationsstörung

So individuell wie das Ausmaß der Konzentrationsstörung ist, so individuell sind auch ihre Ursachen. Sowohl psychosomatische und neurologische als auch organische Ursachen kommen infrage. Wenn man seinem Körper nicht ausreichend frische Luft zuführt oder zu wenig schläft, kann dies zu Müdigkeit und einer verlangsamten Denkfähigkeit führen. Auch einseitige Ernährung oder Flüssigkeitsmangel können Konzentrationsstörungen nach sich ziehen. Wenn man durch Stress und Sorgen belastet ist, wird die Konzentration davon oft negativ beeinflusst. Falls die Konzentrationsschwäche als Symptom einer ernsthaften Erkrankung in Erscheinung tritt, gilt es, die Ursache medizinisch abklären zu lassen. Mögliche Erkrankungen, die mit Konzentrationsstörungen einhergehen, sind unter anderem die Aufmerksamkeitsdefizitstörung, niedriger Blutdruck, Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2, eine Schilddrüsenunterfunktion und psychische Erkrankungen.

Symptome und Diagnose

Das typische Anzeichen einer Konzentrationsstörung ist das Abschweifen der Gedanken. Die Betroffenen können ihre Aufmerksamkeit nicht bündeln und sich aus diesem Grund nicht auf eine bestimmte Aufgabe konzentrieren. Zusammen mit der Konzentrationsstörung treten in vielen Fällen Symptome wie Schwindel, Gereiztheit, kalte Hände oder Antriebslosigkeit auf. Die Diagnose der Konzentrationsstörung wird von einem Arzt im Zuge eines Gesprächs mit dem Patienten gestellt. Der Arzt spricht mit dem Patienten über dessen Alltag und macht sich ein Bild von seinem Leben. Hilfreich für den Arzt kann auch der Einsatz von Fragebögen sein.

Behandlung und Vorbeugung einer Konzentrationsstörung

Um die eigene Konzentration zu verbessern, sollte man auf ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung achten. Es kann auch helfen, weniger Zeit vor dem Computer oder dem Fernseher zu verbringen. Regelmäßige Bewegung kann sich ebenfalls positiv auf Körper, Geist und die Konzentration auswirken. Die Ginkgo-Pflanze mit ihren Wirkstoffen kann darüber hinaus zu einer verbesserten Gehirnleistung beitragen. Liegen den Konzentrationsproblemen andere Grunderkrankungen zugrunde, müssen diese vom Arzt gezielt behandelt werden. Zum Beispiel kann bei psychologischen Problemen eine entsprechende Therapie helfen. Eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung kann mithilfe verschiedener Medikamente behandelt werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.