Schwere des Körpers

Gesundheitslexikon: Gewicht (Körpergewicht)

13. August 2019 - 14:04 Uhr

Das Körpergewicht als Zeichen von Vitalität und Gesundheit

Mit dem Körpergewicht werden häufig in erster Linie Schönheitsideale in Verbindung gebracht. Doch wer keine Modelmaße mit perfekten Proportionen hat, hat nicht gleich ein Gewichtsproblem! Im Gegensatz: Viele vermeintliche Vorbilder sind untergewichtig und aus gesundheitlicher Sicht keine gute Orientierung. Andererseits stimmt es natürlich, dass Menschen, die viele überflüssige Kilos mit sich herumschleppen, nicht nur unzufrieden mit ihrer Figur sind, sondern auch ihrer Gesundheit schaden.

Was versteht man unter dem Gewicht?

Das Körpergewicht als biometrisches Merkmal wird meist in Kilogramm (kg) angegeben und steht für die physikalische Masse eines Menschen oder eines Tieres. Im Zuge der Entwicklung vom Baby bis hin zum Erwachsenen nimmt das Gewicht samt Körpergröße stetig zu. Das eigene Körpergewicht hat eine große Auswirkung auf die Gesundheit, Vitalität und Zufriedenheit eines Menschen. Es kann zu gesundheitlichen Problemen kommen, wenn das Gewicht nicht im Rahmen des Normalgewichts liegt. In Entwicklungsländern leiden viele Menschen aufgrund der bestehenden Armut an Untergewicht. Im Gegensatz dazu kommt es in Industrieländern häufig zu Übergewicht aufgrund eines Überschusses an Nahrung.

Wie misst und bewertet man das Gewicht?

Das eigene Gewicht kann man selbstständig mittels einer Waage messen. Um anschließend zu bewerten, ob das Körpergewicht im normalen Bereich liegt, wendet man verschiedene Berechnungsformeln an. Angefangen vom Broca-Index über den renommierten BMI bis hin zum Taille-Hüfte-Verhältnis ist das Angebot von Indizes umfangreich. Der Body-Mass-Index, kurz BMI, hat sich zu einer verbreiteten Methode entwickelt, mit der das Körpergewicht einer Person eingeordnet wird. Man sollte allerdings beachten, dass der BMI nur bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 65 Jahren angewendet werden soll.

In welchem Bereich liegt das Normalgewicht?

Möchte man das eigene Körpergewicht richtig einordnen, kann man den sogenannten BMI berechnen. Mit ihm beurteilt man das Verhältnis von Körpergewicht und Körpergröße. Mittels dieser Formel berechnet man den BMI: das Körpergewicht in kg dividiert durch die Körpergröße im Quadrat (m²). Der BMI ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen den erwachsenen Personen und eine grobe Bewertung des aktuellen Ernährungs-Status. Wer einen BMI zwischen 18,5 und 24,9 hat, gilt als normalgewichtig. Bei einem Wert unter 18,5 spricht man von Untergewicht, während ein BMI-Wert über 25,0 für Übergewicht steht. Die starke Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt, beginnt ab einem BMI von 30,0.

Warum hat das Gewicht eine so große Bedeutung für die Gesundheit?

Ein gesundes Körpergewicht im Bereich des Normalgewichts sorgt einerseits für eine höhere psychische Zufriedenheit, andererseits hilft es dabei, den menschlichen Körper gesund zu halten. Viele Erkrankungen stehen in direktem Zusammenhang mit Übergewicht - zum Beispiel Diabetes, erhöhte Blutdruckwerte oder belastete Gelenke. Darum sollte bei einem Körpergewicht über der Norm das eigene Gewicht reduziert werden. Hierbei hat sich eine Ernährungsumstellung in Kombination mit Sport bewährt. Auch Untergewicht kann in Zusammenhang mit Erkrankungen wie zum Beispiel Magersucht, chronischen Krankheiten oder Schilddrüsen-Fehlfunktionen stehen. Falls das Untergewicht durch falsche Ernährung oder durch eine zu geringe Kalorienaufnahme bedingt ist, sollte man seinen Ernährungsstil überdenken und optimieren.