Nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch gesund

Gesundheitslexikon: Feige

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5. September 2019 - 11:19 Uhr

Eine süße, gesunde Frucht - die Feige

Feigen gehören zur Familie der Faulbeergewächse, deren bekanntester Vertreter die Echte Feige ist. Der Feigenbaum kann eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen. Der Stamm des immergrünen Gewächses ist zumeist knorrig oder gedreht und die Krone üppig ausgeprägt. Der Feigenbaum blüht dreimal im Jahr, aus den Blüten entwickeln sich Früchte, die auch Scheinfrüchte genannt werden. Sie entwickeln eine Größe von ungefähr zehn Zentimetern. Sie weisen eine grüne, rotbraune oder lila Farbe auf. Das Fruchtfleisch ist je nach Art rosa oder rot.

Herkunft und Vorkommen der Feige

Der Feigenbaum gehört zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen. Er war sowohl im alten Rom als auch im antiken Griechenland bekannt. Bereits Aristoteles hielt die Feige für eine Frucht, die imstande ist, Menschen vor Gift zu schützen. Sie entwickelte sich zu einem Grundnahrungsmittel der Antike. Die Herkunft der Pflanze ist nicht genau bekannt, es wird angenommen, dass sie ursprünglich in Vorderasien beheimatet war. Sie breitete sich über den Mittelmeerraum aus und wächst nun beispielsweise auch in Mittel- und Südamerika, Ägypten, dem Iran und Griechenland. Heute kommen etwa 95 Prozent der in Deutschland erhältlichen Feigen aus der Türkei.

Gesundheitsfördernde Wirkung der Früchte

Feigen sind nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch gesund. Neben Ballaststoffen, welche die Verdauung auf natürliche Art regulieren, besitzen die Früchte folgende Mineralstoffe:

- Eisen

- Kalium

- Kalzium

- Magnesium

- Phosphor

- Zink

Die Mineralstoffe sorgen für gesunde Haut und Nägel und können vor Osteoporose schützen. Sie gelten als gesund für Herz und Nerven und liefern Energie. Die kleinen Früchte sind aber auch reich an Vitaminen, sie enthalten:

- Vitamin A (wertvoll für Augen und Haut)

- Vitamin B (reguliert den Stoffwechsel)

- Vitamin C (schützt Gefäße und Zellen)

- Vitamin E (Anti-Aging-Vitamin)

Was gilt es beim Kauf von Feigen zu beachten?

Frische Feigen erhalten Sie in den Monaten September bis November, getrocknete Früchte das ganze Jahr über. Frische Feigen bestehen zum größten Teil aus Wasser und sind druckempfindlich. Sie sollten darauf achten, dass die Früchte weich, aber nicht glitschig sind. Feigen, die dunkel und hart sind oder Schimmel aufweisen, sind nicht zum Verzehr geeignet. Es ist ratsam, die Früchte schnell zu verbrauchen, da sie sonst an Aroma und Haltbarkeit verlieren. Sie haben die Möglichkeit, Feigen bis zu drei Tage im Kühlschrank zu lagern.

Wie werden Feigen gegessen?

Am besten genießen Sie die Früchte, nachdem der Stängel durch Drehen entfernt wurde. Anschließend können Sie die Feige mit Schale essen. Achten Sie bitte darauf, die Frucht vorher gründlich zu waschen. Wenn Sie die Haut nicht mögen, essen Sie das Innere einfach mit einem Löffel. Frische Feigen lassen sich vor allem in der kalten Küche gut verwenden. Sie sind in Kombination mit Ziegenkäse ein Hit. Aber auch Salaten verleihen die Früchte eine ganz besondere Note. Getrocknete Feigen eignen sich hingegen hervorragend als Beigabe für Müsli und Früchtebrot.