29. März 2019 - 13:48 Uhr

Aphrodisiaka - luststeigernde Mittel für Frauen und Männer

Schon in der Antike erkannten die Menschen, dass verschiedene Pflanzen- oder Tierprodukte zur allgemeinen Belebung und Steigerung der sexuellen Lust beitragen. Diese Mittel wurden in Anlehnung an die griechische Göttin der Liebe, Aphrodite, als Aphrodisiaka bezeichnet. Die Wirkungsweise der einzelnen Aphrodisiaka ist unterschiedlich und in vielen Fällen sogar noch gar nicht nachgewiesen. Wir erklären Ihnen näher, was Aphrodisiaka sind, wo sie vorkommen und wie sie im männlichen und weiblichen Organismus wirken. Außerdem stellen wir Ihnen einige wichtige Aphrodisiaka vor.

Was ist ein Aphrodisiakum?

Ein Aphrodisiakum ist ein Mittel, welches in erster Linie anregend wirkt und die sexuelle Lust steigert. Nach dieser Definition zählen Substanzen, die zwar eine erektile Dysfunktion bekämpfen, aber nicht vorrangig zur Luststeigerung beitragen, nicht zu den Aphrodisiaka. Aus den griechischen Göttersagen ist Aphrodite als Göttin der Sinnlichkeit, Schönheit und der Verführung bekannt. Sie ist namensgebend für den Begriff Aphrodisiakum, der eine Reihe von Stoffen, Nahrungsmitteln oder Drogen aufgrund deren Lust steigernden Wirkung zusammenfasst. Allerdings muss bei jedem einzelnen Aphrodisiakum von einer individuellen Wirkungsweise ausgegangen werden. Bei manchen dieser Substanzen wurde die aphrodisierende Wirkung noch nicht einmal zuverlässig nachgewiesen.

Verschiedene Aphrodisiaka

Aphrodisiaka sind eine sehr uneinheitliche Substanzklasse, die sowohl als natürliche Stoffe in Pflanzen oder Tieren vorkommen als auch synthetisch hergestellt werden können. So können manche Nahrungsmittel und Gewürze als Aphrodisiaka bezeichnet werden, da sie sexuell anregend wirken. Aufgrund ihrer erotisierenden Wirkung durch Geschmack und Beschaffenheit werden beispielsweise auch Schokolade, Schlagsahne, Spargel, Austern oder kandierte Früchte zu den Aphrodisiaka gerechnet. Auch verschiedene Düfte wirken anregend und zählen deshalb zu dieser Gruppe. Safran, Ginseng oder die zerkleinerte Rinde des Yohimbebaums (Yohimbin) enthalten ebenfalls Aphrodisiaka. Auch Alkohol wirkt aphrodisierend, genauso wie verschiedene biologische Wirkstoffe wie Hormone, Amphetamine oder bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe.

Die Wirkungsweise von Aphrodisiaka

Bei einigen Aphrodisiaka ist ihre Art zu wirken bereits erforscht. Viele funktionieren als Hormone oder Neurotransmitter oder beeinflussen diese. Einige Wirkstoffe fördern die Durchblutung und regen so auch den Schwellkörper des Penis oder der Klitoris an. Wieder andere Substanzen fördern den Aufbau der Muskulatur. Dabei werden unter anderem auch Sexualhormone wie Testosteron oder Östrogen im verstärkten Maße gebildet, die wiederum die sexuelle Lust steigern. Es gibt jedoch auch Aphrodisiaka, deren Wirkung noch nicht nachgewiesen ist. Möglicherweise regen sie aufgrund ihrer Beschaffenheit, ihres Geruchs oder Geschmacks das Nervensystem an und führen so indirekt zu einer gesteigerten Bildung von Sexualhormonen.

Wichtige Aphrodisiaka

Die Aphrodisiaka werden in Adrenerge, Androgene, Dopaminerge und Sonstige eingeteilt. Bei den Adrenergen handelt es sich um Substanzen, die an den gleichen Rezeptoren wie Adrenalin andocken. Als bekanntestes Beispiel gilt Yohimbin aus der Rinde des Yohimbebaums, das zu einer Erweiterung der Blutgefäße in den Genitalien führt. Als androgene Aphrodisiaka werden Sexualhormone wie Testosteron oder synthetisch hergestellte Steroidhormone eingesetzt. Das synthetisch hergestellte Tibolon steigert die Orgasmusfähigkeit der Frau. Dopaminerge regen den Neurotransmitter Dopamin oder die Dopaminrezeptoren an und erzeugen ein Glücksgefühl. Zu den sonstigen Aphrodisiaka gehören unterschiedliche biologische Wirkstoffe und Hormone, die ebenfalls die sexuelle Lust steigern.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Arzneimittel und Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.