Großeinsatz in Gelting

Fast 1000 Schweine sterben bei Stallbrand

Die Kornhalle und der Stall auf dem Bauernhof in Gelting brennen komplett aus.
13 Stunden lang löschen die Einsatzkräfte das Feuer.
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Katastrophe für Bauer Henning Suder

Hilflos müssen die Bewohner und Mitarbeiter eines Hofes im Kreis Schleswig-Flensburg am Pfingstmontag mit ansehen, wie die Kornhalle und der Schweinestall in Flammen aufgehen. Fast 1000 Tiere verbrennen. Noch am Tag danach hat der 33-jährige Hofbesitzer Henning Suder Tränen in den Augen, als er mit einer RTL Nord-Reporterin spricht: „Man ist schwer betroffen, das sind meine Tiere, man tut sonst alles für sie. Man ist auf einmal so hilflos.“

Kornhalle und Stall brennen komplett aus

Am nächsten Tag ist das Ausmaß der Zerstörung sichtbar.
Am nächsten Tag ist das Ausmaß der Zerstörung sichtbar.
RTL Nord

Nach Angaben der Polizei brennen die Kornhalle und der Schweinestall in Gelting komplett aus. Wie die Feuerwehr am Dienstag mitteilt, seien dabei schätzungsweise 800 bis 1000 Tiere verbrannt, darunter 600 Ferkel. Im Stall hätten sich circa 200 Sauen und 1000 Ferkel befunden. Der Sachschaden wird auf 850.000 Euro geschätzt. Für Henning Suder ist der Brand eine Katastrophe. „Meine Frau hat das Knallen gehört, als das Dach anfing zu platzen und da war alles schon im Vollbrand“, berichtet er. Seit 2018 betreibt er den Hof, den er von seinem Vater übernommen hat. Hier lebt er mit seiner Frau und seinen Eltern zusammen.

Feuerwehr kann Wohnhaus schützen

Das Wohnhaus kann die Feuerwehr retten.
Das Wohnhaus kann die Feuerwehr retten.
Westküsten-News

Das Feuer bricht am Montagnachmittag aus. Zum Glück gelingt es der Feuerwehr noch, das angrenzende Wohnhaus der Familie Suder zu retten. Der Hofbetreiber ist selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. „Ich bin natürlich froh, dass meine Kameraden von der Feuerwehr uns hier so stark geholfen haben“, sagt er dankbar. Die Löscharbeiten dauern die Nacht über an. Und auch am Tag danach ist die Feuerwehr vor Ort und mit Kontroll- und Aufräumarbeiten beschäftigt.

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Brandursache noch unklar

Insgesamt seien 150 Einsatzkräfte an den Löscharbeiten beteiligt, so der Wehrführer Bernd Kraack-Petersen RTL Nord gegenüber. Menschen haben sich bei dem Großbrand nicht verletzt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Die Familie Suder steht unter Schock, wie es nun weitergeht, wissen sie noch nicht. Ein Bauer in der Nachbarschaft hat aber schon mal seinen Stall für die übrigen Tiere angeboten. (dpa/nid)