Abwasserkosten reduzieren

Gartenwasserzähler: Beim Gießen im Garten Geld sparen

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24. Juni 2019 - 16:15 Uhr

So sparen Sie beim Wässern

Gartenbesitzer aufgepasst! In den meisten Städten und Gemeinden gibt es die Möglichkeit, einen Teil der Abwassergebühren einzusparen. Wir erklären, was Sie beachten müssen.

Wasser, das im Erdreich versickert, ist kein Schmutzwasser

Grundsätzlich muss jeder Haushalt Abwassergebühren für das Schmutzwasser bezahlen, das in die Kanalisation eingeleitet wird. Bei der Bewässerung des Gartens versickert ein Teil des Frischwassers allerdings im Erdreich und wird nicht dem kommunalen Abwassernetz zugeführt. Die meisten Gemeinden geben ihren Bürgern deshalb die Möglichkeit, dass sogenannte Garten- oder Gießwasser von den Abwassergebühren befreien zu lassen.

Die teilweise Befreiung von den Abwassergebühren erfolgt auf Antrag, der meist schriftlich erfolgen muss. In kleineren Gemeinden ist der Antrag auch formlos möglich, in größeren Städten wie München reicht allerdings nicht einmal eine E-Mail, der Antrag muss dann schriftlich per Post oder Fax erfolgen.

Geeichter Gartenwasserzähler misst den Verbrauch

Gartenwasserzähler
Der Gartenwasserzähler muss geeicht sein. Die Eichung ist sechs Jahre lang gültig.
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Um die Wassermenge für den Verbrauch im Garten zu messen, muss ein Gartenwasserzähler angebracht werden. Auch hier gibt es lokale Unterschiede. So muss in München und Köln der Einbau des geeichten Zählers über einen fachkundigen Installateur erfolgen. Die Kosten trägt der Antragsteller und nicht die Gemeinde. Sie betragen zwischen 50 und 150 Euro. Nach sechs Jahren muss der Gartenwasserzähler erneuert werden, da die Eichung für Gartenwasserzähler sechs Jahre gültig ist.

In einigen Gemeinden genügt allerdings auch das Anbringen eines Zapfhahnzählers zum Anschrauben an den Wasserhahn. Erkundigen Sie sich in Ihrer Gemeinde, was Sie bei der Antragstellung beachten müssen und welche Art von Grundwasserzähler angebracht werden muss.

Aufgepasst bei Poolbefüllung

Befindet sich im Garten ein Pool, darf dieser in der Regel nicht mit dem Wasser, das über den Gartenwasserzähler läuft, befüllt werden. Der Pool enthält normalerweise chlorhaltiges Wasser, das über die Kanalisation abgelassen werden muss.

Die Stadt München berechnet bei Poolbesitzern zum Beispiel eine Schwimmbadbefüllung jährlich, die dann von der Erstattungsmenge abgezogen wird.

Ob sich das Anbringen eines Grundwasserzählers tatsächlich lohnt, hängt von den Abwassergebühren und der verbrauchten Wassermenge ab. Hinzu kommen noch Bearbeitungsgebühren für den zusätzlichen Wasserzähler, die je nach Gemeinde unterschiedlich hoch ausfallen.