Tipps gegen lästige Speckröllchen

Flacher Bauch dank richtiger Ernährung

7. März 2019 - 12:20 Uhr

Video: 3 Tipps für einen flachen Bauch ohne Diät

Sie sind weich, wabbelig und treten gerne in Gruppen auf: fiese kleine Speckröllchen. Sie wieder loszuwerden und stattdessen mit einem flachen Bauch aufzutrumpfen, erfordert Disziplin und Durchhaltevermögen. Denn als Notreserve für schlechte Zeiten lagert der Körper seine Fettreserven am liebsten um die Körpermitte herum an. Das Fett soll an dieser Stelle im Notfall die lebenswichtigen Organe vor Unterkühlung schützen. Und genau deshalb ist es so schwierig, dem Bauchfett beizukommen.

Versuchungen lauern überall

In Zeiten von Wollpullovern und warmen Winterjacken würden wir Frauen wirklich gerne auf die körpereigene Isolierung in Form fieser Fettpolster verzichten. Die beste Methode ist natürlich, dem Körper erst gar keine Möglichkeit zu geben, das Fett irgendwo einzulagern. Aber Versuchungen locken überall, und es wäre sehr frustrierend, diese Leckereien ein für allemal aus dem Leben zu verbannen. Und sicher auch nicht besonders gesellschaftsfördernd.

Flacher Bauch und trotzdem genießen?

Wer ständig mit verkniffener Miene und wässrigem Mund auf das köstliche Dessert starrt, anstatt Gastgeber oder Koch für seine süßen Künste zu loben, wird bald allein zu Hause essen müssen.

Doch was tun, wenn sich der hartnäckige Bauchspeck erst einmal festgesetzt hat. Schließt der Wunsch nach einem flachen Bauch jeglichen Genuss aus? Nein, zumindest nicht, wenn wir ein paar Dinge beachten.

Stress vs. Stoffwechsel

Ein funktionierender Stoffwechsel ist da A und O für eine gesunde Verdauung. Denn nur, wenn wir das Richtige in den richtigen Mengen zu uns nehmen, kann der Körper nach seinen Bedürfnissen vermelden, ob er Energie und damit Nahrung braucht oder nicht.

Das Problem: Haben wir Stress, macht das dem Stoffwechsel zu schaffen. Unser Körper schreit dann förmlich nach schnell verfügbarer Energie in Form von leicht verdaulichen Kohlenhydraten: Beliebtester Energielieferant ist deshalb Zucker. Und so greifen wir besonders gerne zu Schokolade, süßen Teigwaren aus weißem Mehl und Nudeln.

Gleichzeitig bedeutet Stress für den Körper aber immer auch, dass er sich in einer Notsituation befindet. Und was macht man in Notsituationen? Richtig, Reserven anlegen, um sich für schlechte Zeiten zu schützen. Die zeigen sich dann am liebsten in kleinen Bauchröllchen.

Im Heißhungerwahn stopfen wir deshalb - gemessen an den benötigten Kalorien - oft mehr in uns hinein als wir tatsächlich benötigen. An dieser Stelle kommt das Hormon Cortisol ins Spiel, das unter Stress vermehrt ausgeschüttet wird. Damit ja nichts von der wertvollen Energie verkommt, befiehlt das Cortisol, die überflüssigen Kalorien sofort in Form von Fett einzulagern. Und schon finden wir die kleinen Heißhunger-Sünden als Hüftgold auf unserer Taille wieder. Na toll!

Zeit lassen und Essen genießen

Frau misst ihre Taille mit Maßband.
Damit die Taille schlank bleibt, müssen wir keine Diät halten - es reicht, ein paar kleine Tipps zu beachten.
© iStockphoto

Auch wenn wir es schon unzählige Male gehört haben: Wir sollten langsam und in Ruhe essen! Dafür gibt es gleich mehrere gute Gründe, die alle dafür sorgen, dass der Bauch nach dem Essen nicht aussieht, als hätten wir einen Ballon verschluckt.

Wichtig ist eine entspannte Atmosphäre beim Essen. Zeitung, Zeitschrift, Fernseher oder PC haben da nichts zu suchen. Bei allzu großer Ablenkung registriert der Körper nicht, dass gerade gegessen wird. In der Folge essen wir häufig zu viel und kauen zu wenig. Bei besonders aufgeregten Tischgesprächen schlucken wir zudem Luft. Das Resultat ist ein aufgeblähter Bauch - mit all seinen unangenehmen Folgen.

Tipp: Planen Sie Essenszeiten ebenso in Ihren Tagesplan ein, wie all die anderen wichtigen Termine. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Mahlzeit zu genießen und kauen Sie gut. So vermeiden Sie Unterzucker, Heißhungerattacken, die Einlagerung von Fett und vor allem einen aufgeblähten Bauch.

Schwer verdauliches Essen meiden

Es gibt Nahrungsmittel, die unser Körper nur schwer verdauen kann. Dazu gehören Hülsenfrüchte, also Bohnen, Linsen, Erbsen sowie Erdnüsse und Sojabohnen und jegliche Arten von Kohl. Auch rohe Zwiebeln können dazu führen, dass sich vermehrt Gase im Darm bilden und der Bauch aufbläht. Besonders ballaststoffreiche Lebensmittel sollten nicht in Verbindung mit Zucker gegessen werden. Dazu gehören auch Fruchtsäfte. Stark kohlensäurehaltiges Wasser kann Blähungen ebenfalls verstärken.

Tipp: Gerade wer auf Kantinenessen angewiesen ist, hat nicht immer selbst Einfluss darauf, was auf den Teller kommt. Deshalb gilt: Kauen, kauen, kauen. Versuchen Sie erst einige Zeit nach der Mahlzeit zu trinken. Trotzdem braucht der Körper natürlich genügend Flüssigkeit, damit alles - im wahrsten Sinne des Wortes - läuft. Mindestens 1,5 Liter kalorienfreie Getränke (beispielsweise Wasser oder ungesüßter Tee) am Tag sollten es sein.

Was hilft, wenn der Bauch sich doch mal nach dem Essen aufgebläht hat, sehen Sie im Video.