Netflix-Doku machte ihn zum True-Crime-Star

Familienmörder Chris Watts bekommt viel Fan-Post von Frauen

Christopher Watts ist zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.
© REUTERS, POOL, RJS/CLH/TB

16. Oktober 2020 - 12:46 Uhr

Frauen stehen auf inhaftierten Familienmörder

Chris Watts meldet 2018 seine Familie scheinheilig als vermisst. Dann stellt sich heraus, dass er selbst seine schwangere Ehefrau Shanann (†34) und die beiden Töchter Bella (†4) und Celeste (†3) ermordet und ihre Leichen entsorgt hat. Zwei Jahre später macht die Netflix-Doku "American Murder: Die Bilderbuchfamilie" den Fall noch bekannter. Jetzt bekommt der Familienmörder offenbar jede Menge Fan-Post von Frauen, die auf ihn stehen.

Viele Brieffreundschaften im Gefängnis

Chris Watts ist im Jahr 2018 wegen der Morde an seiner schwangeren Frau und seinen zwei Töchtern zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden. In den USA bedeutet dieses Urteil, dass er wirklich bis zum Ende seines Lebens hinter Gittern leben muss. Und um seine Zeit dort zu vertreiben, pflegt der Familienmörder offenbar mit vielen Frauen Brieffreundschaften, wie die amerikanische Zeitschrift "People" berichtet.

"Zuerst hat er viele Briefe bekommen", sagt eine Quelle, die mit Watts im Gefängnis gesprochen haben soll. "Viele von ihnen stammen von Frauen, die ihn für gutaussehend hielten und Mitleid mit ihm hatten. Er hatte nichts Besseres zu tun, also schrieb er ihnen zurück. Und es entstanden Brieffreundschaften." Trotz seiner schrecklichen Taten sollen diese Frauen ihn nicht verurteilen, sondern eher Mitleid mit ihm haben.

Seit der Veröffentlichung der Netflix-Doku bekommt Chris Watts immer mehr Fan-Post von Frauen.
Seit der Veröffentlichung der Netflix-Doku bekommt Chris Watts immer mehr Fan-Post von Frauen.
© CNN

Laut dem Insider soll Watts seit der Veröffentlichung der neuen Netflix-Doku über seinen Fall bereits mehrere Briefe erhalten haben. Es soll sich um mehr als 10 Stück handeln. "Einige der Briefe sind wütend", sagt die Quelle im Gespräch mit People. "Viele von ihnen stammen von gläubigen Menschen, die für ihn beten wollen. Aber dann bekommt er Briefe von Frauen, die sich romantisch mit ihm verbinden wollen. Er antwortet, weil er nichts Besseres zu tun hat."

Chris Watts (35) befindet sich in Schutzhaft

Der 35-Jährige sitzt jetzt in einem Gefängnis in Wisconsin. Watts befinde sich derzeit in Schutzhaft und verlässt seine Zelle nur eine Stunde am Tag, um Sport zu treiben und zu duschen. Er hat keinen Anspruch auf Bewährung. Er soll eine Bibel und mehrere Familienfotos in seiner Zelle haben.

Leichen auf Gelände seiner Firma entsorgt

Chris Watts hat seine schwangere Ehefrau Shanann (†34) und die beiden Töchter Bella (†4) und Celeste (†3) ermordet.
Chris Watts hat seine schwangere Ehefrau Shanann (†34) und die beiden Töchter Bella (†4) und Celeste (†3) ermordet.
© CNN

Am 13. August 2018 erwürgte Watts seine Ehefrau Shanann in ihrem Haus in Colorado. Dann fuhr er die Leiche auf das Gelände seiner damaligen Firma. Watts arbeitete damals bei einer Öl- und Gasfirma. Daraufhin erstickte Watts seine Töchter - Bella (†4) und Celeste (†3). Ihre Leichen entsorgte er in Öltanks.

Am 13. August 2018 erwürgte Watts seine Ehefrau Shanann und erstickte seine Töchter.
Am 13. August 2018 erwürgte Watts seine Ehefrau Shanann und erstickte seine Töchter.
© dpa (Photoshop)

Watts hatte offenbar eine Affäre mit einer Kollegin, die glaubte, dass er sich schon von seiner Frau getrennt hatte. In den Tagen vor den Morden wandte sich Shanann Watts an eine Freundin per Textnachrichten und teilte ihre Bedenken hinsichtlich ihrer Ehe mit - aber sie hatte keine Ahnung, dass ihr Leben in Gefahr war.