Giftiges Gas ausgetreten

Explosionsgefahr: 150 Menschen aus Hamburger Hotel evakuiert

In Hamburg haben am Donnerstag defekte Akkus für einen Großeinsatz gesorgt.(Symbolfoto)
In Hamburg haben am Donnerstag defekte Akkus für einen Großeinsatz gesorgt.(Symbolfoto)
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23. Juli 2021 - 6:13 Uhr

Schwieriger Einsatz für die Rettungskräfte

In einem Hamburger Hotel sind am Donnerstagmorgen giftige Gase ausgetreten. Ein Brandmelder löste um 11:17 Uhr Alarm im Gebäude aus. Rund 150 Hotelgäste mussten daraufhin evakuiert werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr durchsuchten das Gebäude und fanden defekte Bleiakkus in der Tiefgarage. Diese hatten sich durch eine chemische Reaktion stark erhitzt und sonderten übelriechendes Gas ab.

Kein Atmen ohne Schutzgerät

In der Tiefgarage des Gebäudes fanden die Einsatzkräfte der Feuerwehr etwa 80 Batterien des Notstromaggregates vor. Der üble Geruch ging von 10 bis 15 dieser Akkus aus. Das Team stellte erhöhte Schwefelwasserstoff-Messwerte nahe der Explosionsgrenze fest. Das bestätigt Feuerwehrsprecher Dennis Diekmann gegenüber RTL Nord. Die Einsatzkräfte versuchten, frische Luft in den Raum einzuführen und das Gemisch aus der Tiefgarage abzusaugen. Um sich selbst vor dem hochgiftigen Gas zu schützen, kamen dabei Spezialanzüge und Atemschutzgeräte zum Einsatz.

Nach Evakuierung: Straßensperrung in Hamburg

Gegen Nachmittag konnte die Feuerwehr die Batterien bergen und den Einsatz beenden. Diese werden nun von einer Spezialfirma entsorgt.

Aufgrund des Giftgases konnten die Einsatzkräfte nur etwa 10 bis 15 Minuten mithilfe eines Atemschutzgerätes in dem betroffenen Raum arbeiten. Deswegen dauerte der Einsatz auch so lange. Der Steindamm wurde stadtauswärts gesperrt – nicht aufgrund der Explosionsgefahr durch das Gas, sondern um den Einsatzkräften genügend Platz zum Arbeiten zu bieten.

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