Anzeige gegen BVB-Spieler Bellingham ist raus

Experte Philipp Köster: "Zwayer gehört nicht in die Bundesliga"

06. Dezember 2021 - 13:09 Uhr

DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Bellingham

Nach dem deutschen Klassiker sprechen auch noch am Montag alle nur über die Schiedsrichter-Leistung. Dortmunds Spieler Jude Bellingham erhebt sogar schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter Felix Zwayer, der 2004 in einen Skandal verwickelt war. Dass "Zwayer kein guter Schiedsrichter" sei, meint auch "11 Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster. Für ihn gehöre Zwayer nicht mal mehr in die Bundesliga. Die harte Aussage gibt es im Video.

Bellingham muss Stellungnahme abgeben

Dem Jungstar vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund droht nach seiner harschen Schiedsrichter-Kritik ein Nachspiel. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, hat der Kontrollausschuss ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. In einem ersten Schritt wurde Bellingham nun zu einer Stellungnahme aufgefordert, erst anschließend wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden.

Bellingham hatte den Unparteiischen Felix Zwayer nach dem 2:3 im Topspiel gegen Bayern München beim norwegischen Sender Viaplay Fotball hart angegangen. "Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?", sagte der englische Nationalspieler in einem TV-Interview.

Schiedsrichter Zwayer und BVB-Star Juede Bellingham.
Harte Kritik: "Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?", sagte der englische Nationalspieler in einem TV-Interview.
© picture alliance

Skandal hängt dem Schiri nach

2004 hatte Zwayer den Akten zufolge als Assistent Geld vom Drahtzieher Robert Hoyzer angenommen. Später deckte er den Skandal mit auf, eine Manipulation wurde ihm trotz Sperre nie nachgewiesen.

Die BVB-Verantwortlichen nahmen Bellingham in Schutz. "Der Junge ist 18, spricht nach einem hitzigen, emotionalen Spiel. Er benennt alte Fakten, das muss man nicht machen", hatte Sportdirektor Michael Zorc dem SID am Sonntag gesagt: "Er ist eben ein Heißsporn. Die Dinger sind jetzt in der Welt, aber wir stehen da zu ihm. Strafrechtlich sehe ich da nichts Problematisches." (sid/jma)