Trapp hält Elfer in der Nachspielzeit

Europa League: Fenerbahce punktet dank Özil in Frankfurt

17. September 2021 - 0:18 Uhr

Verrückte Schlussminuten

Eintracht Frankfurt hat zum Auftakt der Europa League einen Heimsieg verpasst. Gegen Fenerbahce Istanbul kam der Bundesligist nicht über ein 1:1 (1:1). Und hatte Glück, dass ein Treffer der Gäste in der Nachspielzeit keine Anerkennung fand. Aufseiten des türkischen Spitzenclubs zeigte Ex-Nationalspieler Mesut Özil eine starke Vorstellung. Die Highlights – oben im Video.

Ein Duell auf Augenhöhe

Die Fans saßen kaum auf ihren Plätzen, da hatte Fenerbahce die erste dicke Chance (2.) auf dem Schlappen: Ex-Bayern-Spieler Luiz Gustavo mit einem feinen Pass in den Lauf von Rossi Diego Rossi, der Stürmer enteilte Freund und Feind, doch sein Schuss landete in den Armen von SGE-Keeper Kevin Trapp. Die Gäste machten weiter Dampf. Und den ersten Treffer: Nach einem Tohuwabohu im Frankfurter Strafraum landete die Kugel vor den Füßen von Mesut Özil (10.) – das 0:1 aus abseitsverdächtiger Position hielt auch einer VAR-Überprüfung stand.

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Eintracht wollte, doch Fenerbahce ließ den Hausherren wenig Luft zum Atmen. Und konterte immer wieder gefährlich. In Minute 23 das erste Lebenzeichen der Frankfurter, und was für eines: Djibril Sow mit einer Doppel-Chance, doch die Kugel wollte nicht rein. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe – mit gefährlichen Kontern auf beiden Seiten. Kristijan Jakic schickte Filip Kostic auf die Reise – ein schöner Lauf über die linke Seite – ein Sahne-Pass auf Stürmer Sam Lammers (41.), der Ausgleich.

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Neue Halbzeit, gleiches Bild: Beide Mannschaften schlugen ein hohes Tempo an, suchten immer wieder den Weg zum Tor. Beide spielten voll auf Sieg. Aufreger in Minute 63: Danny da Costa mit einem Katastrophen-Rückpass auf Trapp, der Eintracht-Keeper konnte das Leder noch gerade vor dem heraneilenden Enner Valencia klären – Frankfurt im Glück. In der Folge zollten die Teams dem hohen Tempo Tribut. Große Chancen? Mangelware. Bis zur 75. Minute: Kostic kam nach einem Zuspiel von Sow frei zum Schuss, doch Fener-Keeper Altay Bayindir entschärfte den Strahl.

Doch das war nicht alles. Die Zuschauer sahen eine dramatische Schlussphase: In der Schlussminute holte Trapp Dimitris Pelkas von den Beinen – Elfmeter für Fener. Dann wurd's richtig wild. Der Gefoulte schoss selbst, Trapp parierte, Mergim Berisha verwandelte den Abpraller...doch: Der Treffer fand keine Anerkennung, Berisha war nach Ansicht der TV-Bilder beim Elfer zu früh in den Strafraum gelaufen. Frankfurt wieder im Glück. (tme)