Villarreal verhindert englische Alleinherrschaft

Bernd Leno verpasst Europa-League-Finale

Aus der Traum vom Europa-League-Finale: Arsenal-Keeper Bernd Leno am Boden
Aus der Traum vom Europa-League-Finale: Arsenal-Keeper Bernd Leno am Boden
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07. Mai 2021 - 6:25 Uhr

Manchester United und FC Villarreal im Finale

Bernd Lenos Traum vom Europa-League-Endspiel mit dem FC Arsenal hat sich nicht erfüllt. Der FC Villarreal stoppte die Gunners im Halbfinale und verhinderte so eine englische Alleinherrschaft in Europa. Mit einem hart erkämpften 0:0 lösten die Spanier das Ticket für Danzig, wo am 26. Mai Manchester United als Gegner wartet. Dem Team von Ole Gunnar Solskjaer reichte im Halbfinal-Rückspiel beim italienischen Vertreter AS Rom ein 2:3 (1:0).

Das eine Tor wollte nicht fallen

Arsenal hätte im eigenen Stadion nur ein Tor gebraucht, um es Manchester gleich zu tun – nach einem 1:2 im Hinspiel bei Villareal. Die Hoffnungen ruhten auf den lange an Malaria erkrankten Pierre-Emerick Aubameyang. Der Ex-Dortmunder stand in der Startelf für Dani Ceballos, der nach Gelb-Rot im Hinspiel fehlte.

Der Stürmer hatte auch die besten Möglichkeiten in der Partie: Zwei Mal – in der 26. Minute per Fuß und in der 79. per Kopf – traf er jeweils nur den Pfosten. Ansonsten taten sich die Engländer schwer gegen die vom ehemaligen Arsenal-Trainer Unai Emery gut eingestellten Spanier – und mussten sich bei Leno bedanken, der bei einem Schuss vom Villarreals Stürmer Samu Chukwueze (5.) den frühen Rückstand verhinderte.

Villarreal erstmals im Europapokal-Finale

Außenseiter Villarreal reichte die Nullnummer, um in sein erstes Europapokal-Finale einzuziehen. Damit kommen "nur" drei der vier Europapokal-Finalisten aus der Premier League. Manchester City und der FC Chelsea hatten zuvor das Endspiel der Champions League erreicht. Vor zwei Jahren hatte England alle vier Finalisten gestellt.

Leno und Co. müssen sich nun auf eine Saison ohne internationales Geschäft einstellen. In der Premier League belegen die Gunners derzeit nur den neunten Platz, der Titel in der Europa League hätte dagegen die Teilnahme an der Champions League bedeutet.

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Manchester United lässt nichts mehr anbrennen

Die AS Rom hatte schon vor der Partie kaum mehr eine Chance auf den Einzug ins Finale – 2:6 war das Hinspiel bei Manchester United verloren gegangen. In den ersten 20 Minuten des vom Bundesliga-Schiedsrichter Felix Brych geleiteten Spiels hatten die Italiener zunächst ein Übergewicht. Danach übernahmen die Gäste die Kontrolle.

Nach dem Führungstreffer durch Edinson Cavani (39.), der schon im Hinspiel zweimal getroffen hatte, sah es nach einem ruhigen Abend für United aus. Doch nach dem Wechsel versuchten die Römer noch einmal alles. Edin Dzeko (57.) und drei Minuten später Bryan Cristante drehten die Partie.

Im Anschluss hatten die Gastgeber noch weitere Chancen, die Zeichen Richtung Fußball-Wunder zu stellen. Doch Manchesters starker Schlussmann David de Gea stand im Wege. Als Cavani (68.) dann Treffer Nummer zwei nachlegte, war die leise Hoffnung der AS dahin. Nicola Zalewski (83.) gelang mit seinem Siegtreffer zumindest noch ein versöhnlicher Abschluss für die Römer.

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