Eltern müssen in den Knast

Unfassbare Tat: Acht Wochen altes Baby mit mehr als 60 Knochenbrüchen zu Tode gequält

Das im Alter von acht Wochen gestorbene Mädchen hatte mehr als 60 Knochenbrüche erlitten.
Das im Alter von acht Wochen gestorbene Mädchen hatte mehr als 60 Knochenbrüche erlitten.
© Facebook/Benjamin O'Shea

31. Januar 2022 - 9:01 Uhr

Es ist eine Zahl die fassungslos macht: Ein acht Wochen altes Baby starb an insgesamt 60 Knochenbrüchen - allein 41 Brüche an den Rippen und 24 an den Gliedmaßen. Zugefügt wurde dem kleinen Mädchen namens Amina-Faye dieser Horror von ihren eigenen Eltern. Die wurden jetzt in London dafür verurteilt.

London: Knochenbrüche des Babys bei mindestens sieben verschiedenen Gelegenheiten entstanden

Benjamin O'Shea and Naomi Johnson riefen laut "Sky news" am Morgen des 26. April 2019 den Notruf. Ihr acht Wochen altes Baby Amina-Faye hatte aufgehört zu atmen. Die Sanitäter trafen innerhalb weniger Minuten ein und versuchten noch, das Leben des Mädchens zu retten. Doch es starb noch am Tatort. Die Metropolitan Police sagte, es gebe keine sichtbaren Anzeichen einer Verletzung.

Zunächst wurde deshalb angenommen, dass Amina-Faye einen plötzlichen, ungeklärten Tod gestorben war. Doch Röntgenaufnahmen zeigten ein Bild des Grauens: die gebrochenen Knochen des Säuglingsmädchens. Einige Knochen seien demnach erst kürzlich gebrochen, während andere zu heilen begonnen hätten. Laut "Sky News" kam ein medizinischer Experte zu dem Schluss, dass die Knochenbrüche des Babys bei mindestens sieben verschiedenen Gelegenheiten verursacht wurden.

Paar behauptete, Knochenbrüche seien vom Sanitäter verursacht worden

Mugshot von Benjamin O'Shea and Naomi Johnson aus London
Benjamin O'Shea and Naomi Johnson töteten ihr Baby, indem sie dem Mädchen mehr als 60 Knochen brachen.
© Metropolitan Police Greater London UK

Allein die Rippenbrüche waren demnach das Ergebnis von mindestens zwei Vorfällen. Die Verbreitung der Verletzungen wies darauf hin, dass diese nicht versehentlich verursacht worden sein konnten. Es gab auch Hinweise auf frühere Blutungen in Amina-Fayes Kopf, die verheilt waren.

Nachdem Johnson und O'Shea dann festgenommen worden waren, behauptete das Paar, der Tod ihrer Tochter sei das Ergebnis eines Besuchs beim Hausarzt gewesen - und machte ihre Impfung dafür verantwortlich. Die Knochenbrüche seien von den Sanitätern verursacht worden seien.

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Eltern der toten Amina-Fayes zu Gefängnisstrafen verurteilt

Im Rahmen der Ermittlungen stellte die Polizei dann fest, dass O'Shea zwischen 2016 und 2019 mehrmals beim NHS angerufen hatte. Dabei ging es um seine selbst diagnostizierte Posttraumatische Belastungsstörung und Aggressionsprobleme. Etwa drei Wochen vor Amina-Fayes Tod meldete er, dass sie Blut hustete. Den Rat eines Arztes befolgte er trotzdem nicht und brachte sie nicht ins Krankenhaus.

Benjamin O'Shea and Naomi Johnson wurden schließlich am 30. November nach einem vierwöchigen Prozess vor dem Inner London Crown Court für schuldig befunden. O'Shea wurde zu acht Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt, während Johnson zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und zwei Monaten verurteilt wurde.

Detective Inspector Melanie Pressley, die die polizeilichen Ermittlungen leitete, sagte, Johnson und O'Shea hätten "monströse Verbrechen" begangen und ihre kleine Tochter habe eine "unvorstellbare Anzahl von Verletzungen" erlitten. (jmu)