Reisende brauchen GeduldElbe gesperrt: Kreuzfahrtschiff wartet vor Hamburger Hafen

17.02.2022, Hamburg: Eine Hafenfähre fährt im Sturm auf der Elbe. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Wegen des Sturmtiefs Ylenia ist die Unterelbe für große Schiffe gesperrt. (Symbolbild)
dbo alf, dpa, Daniel Bockwoldt

So haben sich die Passagiere ihre Kreuzfahrt mit Sicherheit nicht vorgestellt: Denn das Schiff „Aidaprima“ darf den Hamburger Hafen nicht anlaufen. Wegen des Sturmtiefs Ylenia ist die Elbe derzeit für große Schiffe gesperrt, so eine Sprecherin der Hafenbehörde HPA. Für die Reisenden es heißt nun: Warten.

Elbe für Großschiffe gesperrt

Schiffe, die länger als 330 Meter oder breiter als 45 Meter sind, haben aktuell schlechte Karten – sie sind zu groß. Wegen der aktuellen Wetterlage ist die Unterelbe derzeit für „außergewöhnlich große Fahrzeuge“ (AGF) gesperrt. Darunter fallen Containerschiffe sowie Massengutfrachter – und auch Kreuzfahrtschiffe.

Obwohl das Kreuzfahrtschiff „Aidaprima“ kleiner ist, darf es nicht in den Hafen einfahren. Denn für das Schiff sei aufgrund der großen Windangriffsfläche sowie eines geringen Tiefgangs ein Windfahrverbot ausgesprochen worden, so die HPA-Sprecherin.

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"Aidaprima" kann Hamburger Hafen noch nicht anlaufen

Zahlreiche Urlauber müssen nun Geduld bewahren. Aber wann geht es für sie weiter? „Wir rechnen derzeit damit, dass das Schiff voraussichtlich morgen früh für den geplanten Wechseltag in den Hafen von Hamburg einlaufen wird“, so eine Sprecherin von Aida Cruises. Den Gästen an Bord gehe es gut, „sie werden laufend durch den Kapitän informiert“.

Dem Schiffsnavigationsdienst „vesselfinder.com“ zufolge kreuzt das Schiff derzeit mit niedriger Geschwindigkeit rund zwölf Seemeilen nördlich Helgoland in der Deutschen Bucht. Bleibt also nur zu hoffen, dass sich die Wetterlage etwas beruhigt. (jaw, mit dpa)

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