Spektakel bis zur letzten SekundeDeutschland setzt mit erstem Sieg bei der Eishockey-WM ein dickes Ausrufezeichen

Sie haben leidenschaftlich ausgeteilt und schmerzhaft eingesteckt, doch am Ende steht für die Spieler der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft der erste Sieg bei der WM in Finnland zu Buche. In einer rasanten Partie setzt sich die DEB-Truppe mit 2:1 gegen die Slowakei durch. Nach der Auftaktniederlage gegen Kanada bewahrt sich Deutschland damit gute Chancen auf den Einzug in die K.o.-Phase.
Deutschland - Slowakei 2:1 (0:0, 2:1)
In einem Spiel, das in jedem der drei Drittel Spektakel ohne Ende bot, war es der zweite Teil, in dem die entscheidenden Szenen abliefen. Kurz nach Wiederbeginn gelang Matthias Plachta mit einem phänomenalen Alleingang über Stock und über Stein das 1:0, nur sechs Minuten später nutzten das deutsche Team einen schwerwiegenden Ballverlust für einen schnellen Gegenzug und Leo Pföderl vollendete nach einem Querpass zum 2:0.
Doch die Slowaken waren noch lange nicht besiegt und ließen die Deutschen das auch schnell spüren. Kristian Pospisil bestrafte die deutsche Passivität schließlich und verkürzte auf 1:2.
Zwei-Mann in Unterzahl, trotzdem kein Gegentreffer
Im finalen Drittel dann der Schlagabtausch mit offenem Visier. Gleich zu Beginn zwei schnell aufeinander folgende Zeitstrafen für Deutschland, was den Slowaken ein Mega-Powerplay ermöglichte. Diesmal waren die drei verbliebenen DEB-Spieler auf dem Feld aber hellwach und verteidigten das eigene Tor mit Mann und Maus.
Diese Minuten nicht effektiv genutzter Überlegenheit ärgerten das Slowaken-Quintett und sie versuchten es nur noch mit der Brechstange. So gelang es der deutschen Mannschaft, den Sieg über die Zeit zu retten. Nicht glücklich, sondern einfach mit einer konzentrierten Defensivleistung, egal ob Unterzahl oder nicht.
Neben den Favoriten aus Kanada und der Schweiz gilt die Slowakei als drittstärkste Mannschaft in der Gruppe. Der Erfolg des deutschen Teams ist daher ein echter Achtungserfolg auf dem Weg in die K.o.-Runde. Mindestens Gruppen-Vierter muss die Delegation des DEB werden, um in die Playoffs zu kommen. (lde)


