Polizei brachte den Hund in ein Tierheim

120 Meter lange Blutspur: Tierquäler ziehen Hund in Eilenburg hinter ihrem Auto her

Ein Hund wurde hinter einem Auto hergeschleift (Symbolbild)
Ein Hund wurde hinter einem Auto hergeschleift (Symbolbild)
© deutsche presse agentur

10. Juni 2021 - 17:15 Uhr

Hund hinterlässt 120 Meter lange Blutspur in Eilenburg

Widerliche Tierquälerei im sächsischen Eilenburg. Ein Mann und eine Frau haben einen Hund offenbar mit der Leine an der Anhängerkuppel ihres Transporters festgebunden und das Tier hinter dem Auto hergeschleift. Wie die Polizei berichtet, hinterließ der Hund eine 120 Meter lange Blutspur auf der Fahrbahn, überlebte den Vorfall jedoch verletzt.

Sachsen: Hund an Anhängerkupplung gebunden

Die Beamten waren von Zeugen, die den Vorfall beobachtet hatten, auf die Tat aufmerksam gemacht worden. Vor Ort fanden die Polizisten den Hund dann tatsächlich vor: Er war immer noch an die Anhängerkupplung des Mercedes Vito gebunden und versteckte sich ängstlich hinter den Reifen. Seine Pfoten waren blutig.

Am Fahrzeug trafen die Beamten auch auf den Besitzer des gequälten Vierbeiners. Der 34-Jährige weigerte sich zunächst den Hund herauszugegeben. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten den Hund jedoch und brachten ihn in ein Tierheim. Dort wurden seine Wunden von einem Tierarzt behandelt.

Polizei ermittelt wegen eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz

Wenig später machten die Einsatzkräfte vor Ort auch die Fahrerin des Autos aus. Gegen die 31-Jährige wird nun ebenso wie gegen den Hundehalter wegen eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Wieso das Paar den Hund am Auto festgebunden hatte, ist aktuell noch unklar. Die Polizei sucht weitere Zeugen des Vorfalls.

(dpa)