Angebliche Copyright-VerletzungenEd Sheeran gewinnt Prozess – und ist trotzdem „unglaublich frustriert"

Das Urteil ist gefallen! Im Plagiatsverfahren um Ed Sheerans (32) Hit „Thinking Out Loud“ steht das Ergebnis fest: Der Sänger ist unschuldig und gewinnt den Prozess. Trotzdem: Zufrieden sieht anders aus! Nach der Urteilsverkündung gab Ed Sheeran ein zerknirschtes Statement ab.

Ed Sheeran gewinnt Copyright-Prozess – und scheint trotzdem unglücklich zu sein

Am 4. Mai stand das Urteil im Plagiatsverfahren gegen Ed Sheeran fest. Nach mehrstündigen Beratungen befand ihn die Jury für nicht schuldig. Im Prozess wurde damit eindeutig geklärt, dass Sheerans Song „Thinking Out Loud“ nicht von Marvin Gayes (†44) „Let's Get It On“ abgeschrieben ist. Das Urteil fiel einstimmig aus. Und obwohl sich der Sänger nach der Verkündung zufrieden zeigte, schwangen auch unglückliche Töne in seinen Aussagen mit.

„Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Ausgang des Falls“, erklärte Sheeran nach der Urteilsverkündung vor dem Gerichtsgebäude. Gleichzeitig sei er aber auch „unglaublich frustriert, dass unbegründete Behauptungen wie diese vor Gericht gehen dürfen.“ Ganze acht Jahre lang stritten er und die Kläger über Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Songs gestritten. Die zugrundeliegenden vier Akkorde würden jeden Tag von Songwritern auf der ganzen Welt verwendet, erklärte Sheeran.

Ed Sheeran wehrt sich vor Gericht: „Ich finde es beleidigend!"

„Thinking Out Loud" (2016) eroberte in mehr als zehn Ländern die Chartspitze und ist auch noch Jahre nach der Veröffentlichung einer der erfolgreichsten Songs von Ed Sheeran. Dem Sänger wurde von den Nachfahren von Ed Townsend – einem Co-Autoren des Marvin-Gaye-Klassikers „Let’s Get It On“ – verklagt. Der Vorwurf: Sheeran und seine Co-Autorin Amy Wadge sollen den Rhythmus des Liedes von 1973 sowie eine aufsteigende Vier-Akkord-Sequenz übernommen haben. Für den beliebten Musiker ein derber Schlag. „Ich finde es beleidigend, wie meine Arbeit als Performer und Songwriter, der ich mein ganzes Leben widme, von jemandem herabgesetzt wird“, wehrte er sich in New York vor Gericht.

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Die bösen Anschuldigungen scheinen den Briten so sehr getroffen zu haben, dass er nach dem Prozess sogar eine Rückkehr ins Aufnahmestudio ausschließt – sollte er tatsächlich für schuldig befunden werden. „Wenn das passiert, bin ich fertig! Ich höre auf!“, sagte er laut Daily Mail seiner Anwältin Ilene Farkas vor Gericht.

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Ein Video soll Ed Sheerans Schuld beweisen

Die Kläger schienen von seiner „Drohung“ wenig beeindruckt zu sein. Schließlich waren sie sich ihrer Sache ziemlich sicher. Als Beweis zeigten die Anwälte von Townsends Erben vor dem Bundesgericht in Manhattan ein Video, in dem Ed Sheeran bei einem Live-Auftritt nahtlos zwischen „Thinking Out Loud" und „Let's Get It On“ übergeht. Sie sagen, dies käme einem Geständnis gleich, dass er den Song geklaut habe.

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Ed Sheeran selbst bestritt die Anschuldigungen. „Wenn ich das getan hätte, was Sie mir vorwerfen, wäre ich ein ziemlicher Idiot, wenn ich mich auf eine Bühne vor 20.000 Leuten stellen und das tun würde", erklärte er in seiner Anhörung. „Ich mische Songs bei vielen Auftritten. Viele Songs haben ähnliche Akkorde. Man kann von ‘Let It Be’ zu ‘No Woman No Cry’ wechseln und wieder zurück", erklärte er weiter. Seine Fans dürfen nun aber aufatmen: Ed Sheeran bekam Recht – und hat damit keinen Grund mehr, seine Warnung wahr zu machen. (amö/cre)