Zwischen Deutschland und den USA

Durchbruch bei Nord Stream 2

22. Juli 2021 - 16:24 Uhr

Widerstand gegen Nord Stream 2 aufgegeben

Die US-Regierung ist offiziell weiter gegen die Gas-Pipeline Nord Stream 2. Mit der Einigung mit Deutschland hat sie de facto aber den Widerstand gegen die Fertigstellung der Pipeline aufgegeben. In Berlin herrscht Erleichterung - dabei sind die Probleme längst nicht ausgeräumt. Warum das so ist, erfahren Sie im Video.

Merkel begrüßt Einigung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die deutsch-amerikanische Einigung über die Gaspipeline Nord Stream 2 als guten Schritt begrüßt. Man habe eine Einigung mit der US-Regierung erzielt, nicht aber mit dem US-Kongress, sagte Merkel mit Blick auf mögliche amerikanische Sanktionen gegen das milliardenschwere Projekt.

"Die russische Seite hat mir gesagt, dass sie Energie nicht als Waffe einsetzen will", fügte sie hinzu. "Wir sind nicht wehrlos." Die US-Regierung – auch schon unter Donald Trump – hatte davor gewarnt, dass Deutschland durch die Gas-Pipeline in zu große Abhängigkeit von Russland geraten könnte.

Zudem ist die Ukraine darauf angewiesen, dass sie Transit-Gebühren für die bisherige Gas-Pipelines von Russland nach Europa bekommt. Merkel verwies darauf, dass notfalls auch Sanktionen gegen Russland verhängt werden könnten, sollte der Status der Ukraine als Gastransitland in Gefahr geraten. Die Kanzlerin räumte ein, dass Differenzen mit osteuropäischen Ländern über das Pipeline-Projekt nicht ausgeräumt, mit der deutsch-amerikanischen Einigung aber auch nicht zementiert worden seien. (xst,rtrs,dpa)

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