Duell mit Joshua vor Verlegung

Fury droht erst noch ein anderer Kampf

Muss Fury erst noch gegen Wilder antreten?
Muss Fury erst noch gegen Wilder antreten?
© AP, Isaac Brekken, JL

18. Mai 2021 - 8:50 Uhr

Überraschende Rematch-Grätsche von Weinstein

Dem lange erwarteten Box-Vereinigungskampf zwischen den britischen Weltmeistern Anthony Joshua und Tyson Fury droht die Verlegung. Wie ESPN und "The Athletic" berichten, hat der unabhängige Schiedsmann und ehemalige Richter Daniel Weinstein angeordnet, dass Fury zunächst zu einem Rematch gegen Ex-Champ Deontay Wilder anzutreten hat.

Gibt noch weitere Möglichkeiten für eine Einigung ...

Auch wenn Weinsteins Entscheidung keine offizielle Anordnung ist, könnte es vor einem ordentlichen Gericht zu einem rechtmäßigen Urteil führen, falls sich beide Parteien nicht einigen können. Es gibt noch weitere Möglichkeiten für eine Einigung. Wilder könnte sich einen Rücktritt von seiner Forderung fürstlich bezahlen lassen oder aber eine Klausel erreichen, wonach er gegen den Sieger des Duells Joshua-Fury antreten darf.

Fury soll für den Briten-Clash gegen Joshua eine garantierte Börse von 75 Millionen Dollar kassieren, die Saudi-Arabien als Ausrichter überweist. Möglich wäre, dass der Engländer davon ein paar Millionen abzweigt, um Wilder ruhig zu stellen. Furys US-Promter Bob Arum kündigte aber an, den Spruch von Weinstein zu respektieren.

"Wir werden Wilder nicht auszahlen, dass er Platz macht. Es ist besser, ihn loszuwerden und unserm Geschäft nachzugehen. Wir können den Fury-Joshua-Kampf im November oder Dezember machen", sagte der 89-Jährige zu ESPN. Seine Firma Top Rank habe für den 24. Juli bereits Allegiant Stadium in Las Vegas für Fury vs. Wilder III gebucht.

Wilder hat bereits zweimal gegen WBC-Titelträger Fury geboxt. Am 1. Dezember 2018 hatte er ein Unentschieden erreicht, das Rematch am 22. Februar 2020 verlor er durch technischen K.o.

Erst am vergangenen Sonntag hatte Tyson Fury getwittert, dass der Kampf gegen Anthony Joshua, den Weltmeister der Verbände WBA, IBF und WBO, am 14. August in Saudi-Arabien stattfinden wird. Es wird erwartet, dass die beiden Bezwinger von Wladimir Klitschko jeweils 100 Millionen Pfund (116 Millionen Euro) für die Fights kassieren werden. (tno/dpa)

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