Profikarriere 2019 bereits beendetDoping bei Björn Thurau: Mega-Strafe für Sohn von deutscher Radsportlegende

ARCHIV - 01.05.2016, Hessen, Eschborn: Björn Thurau vom Team Wanty-Groupe Gobert befestigt am Rande des Radrennens Rund um den Finanzplatz Eschborn - Frankfurt seinen Kopfhörer.      (zu dpa "Nada sperrt ehemaligen Radprofi Björn Thurau für mehr als neun Jahre") Foto: picture alliance / dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Björn Thurau
ade pre, dpa, Arne Dedert

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) hat den ehemaligen Radprofi Björn Thurau "wegen mehrerer Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen" für neun Jahre und sechs Monate gesperrt. Es handle sich dabei unter anderem um Verstöße beim Gebrauch oder versuchten Gebrauch, Besitz, Inverkehrbringen oder der Verabreichung verbotener Substanzen zu Dopingzwecken im Radsport, wie aus der Mitteilung hervorging. Thurau, der Sohn des früheren Radstars Dietrich Thurau, hat seine aktive Karriere Ende 2019 beendet.

Im Rahmen der "Operation Aderlass" aufgefallen

Die Sperre des 33-Jährigen beginnt mit dem Tag der Entscheidung, die laut Nada am 19. August fiel. Das freiwillig anerkannte halbe Jahr seit der vorläufigen Suspendierung vom 9. März soll demzufolge angerechnet worden. Alle Wettkampfergebnisse Thuraus zwischen dem 21. Dezember 2010 und dem 9. März 2021 sollen annulliert werden, damit werden auch Medaillen, Punkte und Preise aberkannt. Im Februar hatte die Nada Ermittlungen gegen den Ex-Radprofi aufgenommen.

Er war im Rahmen der "Operation Aderlass" und im Strafprozess gegen den Mediziner Mark S. aufgefallen. Unter anderem wurde er bei Polizeibefragungen des Radsportlers Pirmin Lang in der Schweiz belastet. Die Nada erhielt eigenen Angaben zufolge Informationen von Antidoping Schweiz und der Münchner Staatsanwaltschaft "bezüglich mehrerer dopingrelevanter Sachverhalte des Athleten in einem sportrechtlich nicht rechtsverjährten Zeitraum von 2011 bis 2014". (tno/dpa)