Ministerium warnt vor belasteten Flüssen

Aale aus Elbe, Weser und Ems nicht essen!

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10. August 2019 - 14:54 Uhr

Schadstoffe Dioxin und PCB festgestellt

Im Fettgewebe der Flusstiere habe sich der Schadstoff Dioxin abgesetzt. Wegen der schweren gesundheitlichen Folgen des Verzehrs rät das niedersächsische Ministerium für Verbraucherschutz vom Verzehr der Fische ab.

Warnung: Viele Flüsse belastet

Aale aus den Flüssen Ems, Aller, Weser, Leda und der Elbe in Niedersachsen sollten nicht gegessen werden, so der Bericht des niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Auch bei Brassen sei Vorsicht geboten. Grund dafür sei eine Belastung der Fische mit Dioxinen oder dem ähnlichen Stoff PCB.

Neu ist diese Warnung nicht, denn die Belastung der Flüsse besteht schon seit 2011. Das Ministerium hält die Warnung aufgrund aktueller Proben aber aufrecht, da sich die Werte nicht gebessert haben.

Warum sind insbesondere Aale betroffen?

Bei Aalen ist die Konzentration von Schadstoffen besonders hoch, weil sie aufgrund ihres hohen Fettgehalts die entsprechenden Schadstoffe besonders hoch strak angereichert ein

Die Langzeitfolgen der Dioxine können Störungen des Immunsystems, schwere Erkrankungen der Haut und Atemwege, sowie der Schilddrüse und des Verdauungstraktes sein. Dioxine geraten auf Nebenwegen in die Umwelt. Sie entstehen bei chemischen Prozessen und reichern sich im Fettgewebe von Tieren an, wo sie sich nur langsam abbauen.

Andere Fischarten seien aber problemlos genießbar.