8. Januar 2019 - 17:07 Uhr

In St. Petersburg helfen Waschbären durch triste Tage

Was tut man in Russland, um im langen, dunklen und eiskalten Winter die Stimmung zu heben? Man spielt mit Waschbären! In St. Petersburg gibt es einen Ort, an dem Waschbär und Mensch miteinander Zeit verbringen und sogar kuscheln können - und diese Waschbärtherapie ist das perfekte Mittel gegen Stress und schlechte Laune.

Die Waschbären aus "Enotville" sind an Menschen gewöhnt

In "Enotville" ("Enot" ist das russische Wort für Waschbär) im Zentrum von St. Petersburg spielen die Waschbären von Yuliya Sibiryakova miteinander und auch mit den Menschen, die dorthin zur Waschbärtherapie kommen. Sie ist überzeugt davon, dass der Kontakt mit den freundlichen Tieren den Stresspegel senkt und damit einen positiven Einfluss auf die Stimmung des Menschen hat.

Yuliya Sibiryakova hat fünf Waschbären, die in "Enotville" leben. Die Russin rettet Waschbären vor Wilderern oder nimmt misshandelte oder ausgesetzte Tiere auf und pflegt sie gesund. Vor drei Jahren gründete sie das Therapiezentrum. Die neugierigen Waschbären sind an Menschen gewöhnt und lieben es, mit ihnen in Kontakt zu treten. Und auch die Besucher von "Enotville" sind begeistert: "Bei so vielen süßen Tieren steigt die Stimmung einfach. Ein Vergnügen bei dem tristen Wetter", findet etwa Oleg Kuvaev.

Waschbären bleiben wilde Tiere

Dabei darf man aber nie vergessen: Die Waschbären sind und bleiben wilde Tiere, die beißen oder kratzen können und immer mit dem nötigen Respekt behandelt werden müssen. Wer sie besucht, muss außerdem gut auf seine persönlichen Gegenstände achtgeben. Die flinken Händchen der flauschigen Gesellen greifen sich nämlich gerne alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Schlüssel, Ketten, Armbanduhren oder Geld müssen also gut verstaut werden, sonst verschwindet es unter Umständen auf Nimmer-Wiedersehen.

Sicher ist: Hier macht schon das Zusehen vom Bildschirm aus gute Laune! Die süße Bilder aus "Enotville" gibt es im Video - und dort erklärt auch ein Psychologe, wie er die Waschbärtherapie bewertet.