Unsere Tricks beugen Frust vor

Die 10 größten Fehler bei Urlaubsfotos

Frau macht Urlaubsfoto
Die meisten Urlaubsfoto-Fehler lassen sich vermeiden.
iStockphoto

Der schöne Sonnenuntergang am Meer, das leckere Essen oder das gemeinsame Foto vor einer Sehenswürdigkeit: Tolle Urlaubsbilder möchte man sich noch lange nach der Reise anschauen und herumzeigen (dafür bieten sich Fotobücher oder Fotokarten an). Leider unterlaufen vielen Menschen immer wieder diese zehn Fehler. Um Frust vorzubeugen, sollten Sie folgende Foto-Fails unbedingt vermeiden.

1. Sie behalten den Akkustand nicht im Auge

Dieser Fehler ist sehr leicht zu vermeiden, kommt aber dennoch sehr häufig vor: Der Akkustand der Kamera ist zu niedrig. Klar, das ist ärgerlich, gerade wenn man endlich das gewünschte Motiv vor der Nase hat.

  • Deswegen sollten Sie immer darauf achten, dass der Kamera-Akku morgens beim Losfahren zum Ausflugsziel vollständig aufgeladen ist oder einen Ersatzakku plus Ladegerät* im Gepäck haben.
  • Auch gut: Eine Powerbank*, mit der sich der Akku unterwegs aufladen lässt. Alternativ ist es in manchen Zügen, Restaurants oder Bars möglich, die Kamera oder auch das Smartphone zu laden.

2. Sie haben keine zweite Speicherkarte dabei

Auf Reisen kommt man häufiger an schönen Orten vorbei und neigt dann auch schneller dazu, unzählige Fotos zu machen. So werden aber auch scheinbar große Speicherkarten schnell voll. Da unterwegs an abgelegenen Orten nicht immer Internet verfügbar ist, fällt dann auch die Möglichkeit weg, die Bilder in eine Cloud hochzuladen. Deswegen sollten Sie immer eine zweite Speicherkarte* mitnehmen (gibt es ab 10 bis 15 Euro in Online-Shops oder im Technikfachhandel).

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3. Sie fotografieren bei hochstehender Sonne

Mit dem Licht steht und fällt alles in der Fotografie. Besonders Anfänger unterschätzen oft die Bedeutung des Lichts für ein schönes Foto. Sie sollten daher unbedingt darauf achten, nie bei hochstehender Sonne zu fotografieren. Der Grund: Helle Bereiche wirken dadurch extrem hell und schattige Areale sehr dunkel. Das macht sich besonders unschön bemerkbar, wenn Sie sich und andere fotografieren. Denn dann ist mit sehr dunklen Schatten unter den Augen und enorm blass wirkender Haut zu rechnen. Am besten fotografieren Sie daher ein bis zwei Stunden vor und nach Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang – dann steht die Sonne tiefer und die Kontraste werden weicher, was ein harmonischeres Bild ergibt.

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4. Sie überprüfen das Bild nicht

Nicht immer wird das Foto am Ende so, wie man es sich beim Blick durch die Kameralinse erhofft hatte. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass man unerwünschte Personen oder Gegenstände nicht wahrgenommen hat oder das Bild beim Auslösen ein wenig verzerrt wurde. Deswegen sollten Sie sich angewöhnen, Ihre Bilder nach jedem Foto noch einmal auf dem Display Ihrer Kamera zu überprüfen. So erkennen Sie schnell, ob Sie etwas am Foto stört. Das kann auch Überbelichtung oder ungewollte Schatten betreffen.

5. Sie halten die Kamera stets auf Augenhöhe

Natürlich sind Bilder, die auf Augenhöhe geschossen wurden, nicht unbedingt schlecht. Doch etwas Kreativität hilft! Damit keine Langeweile beim Betrachten der Urlaubsbilder aufkommt, sollten Sie daher öfter mal unterschiedliche Perspektiven wählen.

  • Betrachten Sie eine Statue, eindrucksvolle Pflanzen und andere Motive vor dem Knipsen am besten aus verschiedenen Blickwinkeln. Manchmal sehen sie noch besser aus, wenn sie von oben, von unten oder von der Seite fotografiert wurden.
  • Üben Sie dabei auch gleich den Blick für schöne Details. Es lohnt sich, zur Abwechslung eine eindrucksvolle Gravur, Ihre Sonnenbrille neben der Kaffeetasse oder einen Marienkäfer auf dem Strauch zu fotografieren. So schaffen Sie atmosphärische und emotionale Bilder, mit denen Sie die Stimmung im Urlaub ideal festhalten.

6. Sie überladen das Bild

Viele Fotos wirken schnell unruhig und überladen, da der Fokus nicht auf dem Hauptmotiv liegt. Um das zu vermeiden, sollten Sie wie professionelle Fotografen darauf achten, möglichst viele ablenkende Elemente auf dem Foto auszublenden. Konzentrieren Sie sich auf ein Element. Das gelingt sehr gut, wenn Sie auf die richtige Perspektive achten und mit Schnitt sowie Unschärfe arbeiten. So kann der Blick beim Betrachten gut auf dem wichtigsten Motiv ruhen und das Bild wirkt gleich viel harmonischer. Möchten Sie mehrere Elemente ins Foto einbauen, sollten Sie darauf achten, dass diese in Beziehung zum Hauptmotiv stehen.

7. Sie fotografieren nie in RAW

Natürlich ist der Speicherbedarf beim RAW-Format wesentlich höher als beim JPG-Format, dennoch sollten Sie es deshalb auf keinen Fall ignorieren. Denn die Fotos gewinnen so viel mehr Qualität, da man aus der Schärfe, den Details und dem Weißabgleich sehr viel mehr herausholen kann. Allerdings müssen Fotos, die im RAW-Format geschossen wurden, erst noch entwickelt und bearbeitet werden. Das können Sie gut mit einer für den Rechner geeigneten Software tun. Das ist auch über das Smartphone oder das Tablet möglich, allerdings sind hier die Funktionen nicht so umfangreich.

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8. Ihre Motive sind alle mittig

Natürlich ist es kein Problem, eine Person oder einen Gegenstand mittig im Bild zu fotografieren. Ist das allerdings zu oft der Fall, wirken die Bilder schnell eintönig. Um ein wenig mehr Spannung (oder auch Harmonie) hereinzubringen, sollten Sie das Hauptmotiv öfter einmal seitlich im Bild – entweder etwas weiter oben oder weiter unten – platzieren. Der sogenannte „ Goldene Schnitt“ ist nicht umsonst eine alte Fotografen-Regel, die nie an Aktualität verliert. Bei vielen Kameras können Sie direkt vertikale und horizontale Orientierungslinien sehen, um dem Goldenen Schnitt möglichst nahe zu kommen.

9. Ihre Fotos wirken zu flach

Um Bildern eine gewisse Tiefe und damit Lebendigkeit zu verleihen, sollten Sie die folgenden Tricks kennen und umsetzen:

  • Wählen Sie Motive mit möglichst kontrastreichen Farben. Der Übergang sollte dabei nicht fließend sein, sondern möglichst „hart“.
  • Achten Sie auf einen ausdrucksstarken Hell-Dunkel-Kontrast. Dafür können Sie sehr gut natürliche Schatten nutzen.
  • Ein ebenso wichtiger, aber oft unterschätzter Kontrast, ist das Wechselspiel aus warmen und kühlen Farben. Es kommt bereits in der Natur vor, zum Beispiel wenn Sie eine Rose vor blauem Himmel fotografieren.
  • Mehr Tiefe erlangen Sie, wenn Sie Ihr gewünschtes Motiv im Hochformat fotografieren und ein kleines Detail – wie etwa eine Blume oder einen Stein – in den Vordergrund setzen.
  • Ein natürlicher Rahmen ist auch eine sehr gute Möglichkeit, den gewünschten 3D-Effekt hervorzurufen. Gut geeignet sind Hauseingänge, Wolken, Wälder, Brücken und Fenster.

10. Sie beachten die Größenverhältnisse nicht

Ein großes Gebäude oder eine imposante Statue können auf dem Foto schnell unbedeutend und klein wirken, wenn Sie die Größenverhältnisse beim Knipsen nicht berücksichtigt haben. Damit auf dem fertigen Bild auch herüber kommt, wie groß ein Objekt wirklich ist, können Sie es beispielsweise fotografieren, wenn Menschen davor stehen.

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