Hochspannung bis zur letzten Seite

"Der Heimweg": Der neue Sebastian-Fitzek-Psychothriller im Check

Sebastian Fitzeks Buch "Der Heimweg" ist im Droemer-Verlag erschienen.
© Droemer Knaur

08. Januar 2021 - 10:12 Uhr

Bestsellerliste seit Veröffentlichung

Sebastian Fitzek ist einer der derzeit besten Thriller-Autoren weltweit. Das stellt der gebürtige Berliner auch in seinem neuen Buch "Der Heimweg"* 🛒 wieder eindrucksvoll unter Beweis. Das Werk steht seit seinem Erscheinungsdatum im Oktober 2020 durchgehend ganz oben auf den Bestsellerlisten.

Von Kristine Schmidt

Hochspannung bis zur letzten Seite

ARCHIV - 04.05.2020, Berlin: Autor Sebastian Fitzek lächelt am Rande der Proben für die Live-Stream-Lesung von dem Buch "AURIS 2 - Die Frequenz des Todes". Die Einschränkungen der Kontaktmöglichkeiten im vergangenen Frühjahr brachten meisten viel Fre
Autor Sebastian Fitzek
© dpa, Britta Pedersen, ped jat sab

"Jede vierte Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Partnerschaftsgewalt erlebt. Betroffen sind Frauen aller sozialen Schichten" – zitiert Fitzek im Prolog eine Meldung des Familienministeriums aus 2020.

Damit ist das Thema des Psychothrillers gesetzt. Es geht um Gewalt gegen Frauen, in allen erdenklichen Facetten. Protagonisten sind Jules und Klara. Sie, das Opfer. Er, der sensible Helfer vom "Begleittelefon". "Die meisten Frauen, die mich anrufen, haben Angst, auf ihrem Heimweg allein zu sein. Kann es sein, dass es bei Ihnen umgekehrt ist, Klara?"

"Der Heimweg" steigt stark ein und hält Tempo und Hochspannung bis zur letzten Seite. Ich habe das Buch an nur einem Tag verschlungen (und dabei bin ich nicht einmal ein Fitzek-Fan).

Viele überraschende Wendungen

Was macht Fitzek so gut? Der Autor ist ein absoluter Meister der dramaturgisch perfekten "Plot Twists". Das ist eine überraschende und unerwartete Wendung in der Story, die der Leser überhaupt nicht erwartet hat. Klar, diese Elemente enthält jeder Thriller. Aber bei vielen Büchern ahnt man als Leser leider oft schon lange vorher, wohin der Autor mit seiner "Überraschung" will. Die dann keine mehr ist.

Bei Fitzek hingegen sehen selbst erfahrene Thriller-Leser den Twist nicht kommen. Es erwischt einen wieder und wieder eiskalt. Der Autor zündet kunstvoll ein komplettes Twist-Feuerwerk. Einer besser als der andere und so gut wie immer unvorhersehbar. Und genau darum ist "Der Heimweg" ist ein absolutes "Muss" - nicht nur für Fans!

 „Die Realität ist grausamer als die Fiktion“

Sehr berührt hat mich als Leserin auch der Epilog des Autors. Fitzek schreibt hier davon (Datum: 1. April 2020), wie er den ersten Lockdown der Corona-Krise erlebt (den "realen Thriller"). Er wirft in diesem Kontext die Frage auf: Wie würden wir uns in einer Extremsituation (wie in seinen Thriller) verhalten? Seine Gedanken dazu sind recht persönlich, wirken fast wie ein Tagebuch. Man versteht, was den "Thriller-Meister" umtreibt und erhält einen spannenden Blick hinter die Kulissen. "Die Realität ist skurriler, grausamer und unvorstellbarer als die Fiktion", endet Fitzek. Ein perfektes Schlusswort für das "Corona-Jahr 2020".

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