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Das plant die Formel 1 für das Sprint-Format 2022

Sechs Sprints, mehr Punkte

Das plant die Formel 1 für das Sprint-Format 2022

F1
Sollen mehr Action ins Rennwochenende bringen: Die Sprints in der Formel 1.
Imago Sportfotodienst

Brawn verrät erste Änderungen am Sprint-Format

Das in dieser Saison neu eingeführte Sprint-Format in der Formel 1 geht auch in der kommenden Saison weiter – soll aber für 2022 überarbeitet werden. Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn hat jetzt erste Details verraten.

Brawn will Klarheit beim Namen und bei der Pole-Vergabe

Langweilig oder einfach etwas interessantes Neues? Bei den Formel-1-Fans ist der Sprint bislang umstritten, doch fest steht: Auch 2022 wird es das Format geben. Ross Brawn kündigte an, dass der Sprint in der kommenden Saison bei insgesamt sechs Events stattfinden soll – mit einigen Änderungen.

Schon beim Namen soll endlich Klarheit geschaffen werden: Formal ist der Sprint nämlich kein Rennen, sondern ein Qualifying – dennoch wird der Sprint umgangssprachlich vor allem als „Sprintrennen“ bezeichnet. „Der Name des Events ist ein Punkt“, so Brawn: „Wir nennen es alle Rennen – beim Namen des Events wollen wir aufräumen.“

Auch beim Thema Pole Position will Brawn Klarheit schaffen. Offiziell wurde in dieser Saison dem Fahrer die Pole zugesprochen, der den Sprint für sich entscheiden konnte – nicht wie früher dem Schnellsten auf eine Runde. Bei Fans und Fahrern führte diese Regelung zu Missmut. Auch Brawn gibt zu: "Ich persönlich würde es befürworten, wenn das geändert wird. Aber das ist eine Entscheidung, die zwischen der FIA und den Teams fällt.“

Mehr Punkte für Sprint-Sieger

Verstappen
Erster Sieger des neuen Formel-1-Sprints war Max Verstappen in Silverstone.
Imago Sportfotodienst

Um den Sprint spannender zu machen, soll es außerdem mehr Punkte geben. Bislang gab es nur für die ersten Drei überhaupt Punkte, der Sieger erhielt drei mickrige Zähler extra. Zu wenig, um wirklich anzugreifen oder etwas zu riskieren. Der Formel-1-Sportdirektor will das ändern. Eine Idee: Ein Drittel der Punkte, die es auch bei einem „richtigen“ Rennen gibt. „Dann hätte es einen Einfluss auf die Weltmeisterschaft. Das soll der Sprint haben und das wollen wir – aber nicht übertrieben“, so Brawn. Der Sprint-Sieger würde nach diesem Vorschlag acht oder neun Punkte erhalten.

An welchen Rennwochenenden der Sprint in der kommenden Saison stattfinden wird, steht unterdessen noch nicht fest. „Wir haben bis zu dieser Entscheidung einiges zu klären“, erklärte Brawn. „Wir wollen weiter Fortschritte machen, aber keine radikalen Änderungen.“ Reverse-Grid-Rennen soll es genau deshalb auch weiterhin nicht geben. (lhö)