Sie müssen 10 Euro mehr bezahlen!

Immer mehr IKEA-Kunden regen sich über hohe Servicegebühr auf - für Click & Collect

Ikea
© dpa, Patrick Pleul, ppl;cse vco

11. Januar 2021 - 11:08 Uhr

Abholen im Laden während des Lockdowns möglich

Eigentlich ist es ja gerade in Pandemie-Zeiten eine gute Idee: Die Kunden bestellen und bezahlen die Ware online, abgeholt wird dann schnell im Geschäft. Das System hat Ikea bereits vor einigen Jahren eingeführt, "Click & Collect" hat sich bei Unternehmen mit vielen Filialen, aber auch bei kleineren Läden, vor allem während des zweiten Lockdowns etabliert. Doch jetzt reagieren viele Kunde verärgert auf Vorreiter Ikea und machen ihrem Ärger Luft: Denn Ikea nimmt für "Click & Collect" satte Servicegebühr – pro Bestellung.

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Versandkosten bei Ikea meist happig

Die Möglichkeit, die Ware vorher online zu bestellen und zu bezahlen und dann bei Ikea ohne große Wartezeiten direkt abzuholen, gibt es schon lange vor Corona. Gerade bei sperrigen Möbeln ist "Click & Collect" in Zeiten ohne Lockdown eine Alternative zum oft teuren Versand per Spedition. Denn die Kosten der Speditionslieferung berechnet Ikea nach dem Warenwert des Einkaufs. Bei einer Onlinebestellung beträgt die Lieferung dann:

  • bis zu 300 € Warenwert 39.- €
  • bis zu 600 € Warenwert 69.- €
  • bis zu 1000 € Warenwert 99.- €
  • ab 1000 € Warenwert 129.- €

Daher ist der Einkauf direkt im Laden für viele Ikea-Kunden die günstigste Möglichkeit. Doch seit dem Lockdown am 16.12. müssen alle Geschäfte schließen. Für den Handel bleibt in vielen Bundesländern nur die Möglichkeit, die Ware online zu versenden oder eine Abholung im Ladengeschäft anzubieten. Viele Händler sind froh, die Möglichkeit im Lockdown überhaupt zu haben und bieten "Click & Collect" selbstverständlich kostenlos an.

Nicht so bei Ikea. Der Möbelriese nimmt für "Click & Collect" eine Servicegebühr von 10 Euro pro Bestellung. Gerade während Corona ist das für viele Kunden ein Unding, sie lassen in den Sozialen Medien ihren Ärger freien Lauf.

Auf der Facebookseite von Ikea postet Sa Ro: "Und die Preise für den Versand oder click und collect sind echt ......happig und nicht zeitgemäß. Klar, wenn alles normal offen ist, aber ohne Alternative? Ne, da warte ich. Ich hab noch genug Teelichter und Servietten und zur Not bekomme ich diese auch bei DM. Alles andere kann warten."

Und auch Jörg ärgert sich auf Facebook günstige Versandmöglichkeiten bei Ikea: "Eine Schubladenblende, die klein genug ist und nicht einmal 10.- Euro kostet wird nur per Spedition für sage und schreibe 38,- verschickt. Per Paketdienst Fehlanzeige. Lieferung ins örtliche Ikea-Haus ebenso. Nächste Möglichkeit per Click&Collect 80km entfernt. Schade, das schaffen andere Unternehmen besser, trotz der aktuellen Situation."

Ikea nimmt die Kritik erstmal gelassen entgegen, immerhin gab es die Servicegebühr bereits vor Corona. Allerdings hat da noch niemand gemeckert, da man ja auch im Möbelhaus die Ware kaufen und direkt mitnehmen konnte. Die treuen Kunden erwarten von Ikea vor allem eins: Etwas mehr Solidarität in Corona-Zeiten.