Empörendes Verbrechen in China

Herzlos-Papa verkauft Zweijährigen - damit er mit der neuen Freundin auf Reisen gehen kann

Hier gibt die Polizei den Jungen seiner Familie zurück.
Hier gibt die Polizei den Jungen seiner Familie zurück.
© Wu Xing Public Security/AsiaWire, Picture is a screenshot from a v

10. Mai 2021 - 13:45 Uhr

Kinderloses Paar zahlt ihm 20.000 Euro

Soviel Skrupel- und Verantwortungslosigkeit machen fast sprachlos. Ein chinesischer Vater aus der Stadt Huzhou soll seinen kleinen Sohn verkauft haben – damit er Geld für den Urlaub mit seiner neuen Freundin und zum Protzen hat. Das berichtet die britische Zeitung 'Daily Mail'.

Onkel des Kleinen wurde misstrauisch und alarmierte die Polizei

Der Mann namens Xie habe nach der Scheidung von seiner Ehefrau das Sorgerecht für den Kleinen Jiajia bekommen, während die Tochter des Paares bei der Mutter geblieben sei. Weil er aus beruflichen Gründen in eine andere Region des Riesenreiches musste, ließ Xie den kleinen Jungen bei seinem Bruder Lin.

Eines Tages nahm Xie seinen Sohn jedoch mit. Angeblich wolle seine Mutter ihn sehen, erzählte er Lin. Der Onkel vermisste den Kleinen, den er durch die enge Bindung liebgewonnen hatte und erkundigte sich bei der Mutter. Entsetzt erfuhr er, dass Jiajia gar nicht bei ihr war.

Daraufhin stellte er seinen Bruder zur Rede, der ihm jedoch keine befriedigende Auskunft geben wollte. Lin alarmierte die Polizei. Die stellte fest, dass Xie den Jungen an ein kinderloses Ehepaar in der Stadt Changsu verkauft hatte, für umgerechnet 20.000 Euro.

Vater soll zwei Töchter aus früherer Ehe "verschenkt" haben

Von dem Geld machte er Protz-Fotos mit Bündeln von Geldscheinen und teilte sie in sozialen Medien. Als Motiv für seine ruchlose Tat soll er angegeben haben, dass er mit seiner neuen Freundin auf Reisen gehen wolle, heißt es weiter.

Chinesische Medien berichten, dass Xie in der Vergangenheit wegen angeblicher finanzieller Not zwei Töchter aus einer früheren Ehe "verschenkt" haben soll.

Jetzt ermittelt die chinesische Polizei gegen ihn, ebenso wie gegen das Paar, das 20.000 Euro für den kleinen Jiajia zahlte. Der Junge befindet sich inzwischen wieder in der Obhut seines Onkels Lin, so die "Daily Mail".

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