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China schränkt Zeit für Online-Spiele ein: Minderjährige dürfen nur noch 3 Stunden pro Woche zocken

3 Stunden pro Woche

China schränkt Zeit für Online-Spiele von Minderjährigen ein

ARCHIV - 17.06.2017, Berlin: Ein Mann sitzt am mit einem Headset vor einem Laptop und spielt ein Online-Computerspiel. (zu dpa "Justizministerium will Spiele-Plattformen strenger regulieren") Foto: Lino Mirgeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Minderjährige Onlinespieler dürfen in China nur noch 3 Stunden die Woche zocken.
lim sab fgj, dpa, Lino Mirgeler

Chinas Behörden wollen Spielesucht bekämpfen

Minderjährige in China dürfen künftig nur noch drei Stunden pro Woche mit Online-Spielen verbringen. Damit reagierten die Behörde auf wachsende Sorgen, dass immer mehr Jugendliche eine Spielesucht entwickeln können.

Onlinespieler dürfen nur am Wochenende und an Feiertagen zocken

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete, haben die Behörden neue Regeln eingeführt, wonach unter 18-Jährige nur noch am Freitagabend zwischen 20 und 21 Uhr, an Samstagen, Sonntagen sowie an Feiertagen für jeweils eine Stunde spielen dürfen. Zudem soll sichergestellt werden, dass die Registrierung und Anmeldung bei den Online-Diensten immer unter der echten Identität geschieht.

Weil es in China Bedenken gibt, dass Jugendliche durch zu viel Zeit mit Online-Spielen eine Sucht entwickeln könnten, mussten Anbieter schon zuvor ihre Dienste streng regulieren. Zuletzt waren pro Tag eineinhalb Stunden erlaubt, an Feiertagen durfte drei Stunden gespielt werden.

Mit 14 Sex erlaubt, mit 16 Arbeit, mit 18 Onlines-Siele

Die neuen Regeln fallen in eine Zeit, in der die Aufseher die Daumenschrauben im gesamten Technologiesektor anziehen. Insidern zufolge will die Regierung in Peking auch die Börsengänge von chinesischen Technologiefirmen in den USA drastisch einschränken.

Die neuen Beschränkungen der Online-Spielezeit von Minderjährigen in China haben die Aktien von Konzernen wie Tencent am Dienstag auf Talfahrt geschickt und in den sozialen Medien für einen Aufschrei gesorgt.

In Nachrichten auf dem Twitter-Pendant Weibo fragte sich zum Beispiel ein Nutzer, ob diese „Gruppe von Großvätern und Onkels“ jemals gespielt habe. Eine andere Person fragte sich, wie es möglich sein könne, mit 14 Jahren Sex zuzustimmen und mit 16 Jahren arbeiten zu gehen, aber erst mit 18 Jahren darüber bestimmen zu dürfen, wieviel gespielt wird. (dpa/reuters/aze)