Bundestrainer überraschend privat

Emotionaler Hansi Flick: "Ich sorge mich um meine Enkelkinder"

ARCHIV - 29.03.2022, Niederlande, Amsterdam: Hansi Flick, Fußball-Bundestrainer, während eines Interviews fvr einem Spiel zwischen Deutschland und den Niederlanden. (zu dpa «Flick bremst bei WM-Teilnahme von Talent Wirtz: Kein Risiko eingehen») Foto:
Hansi Flick gibt emotionale Einblicke in seine Gefühle als Mensch, nicht als Bundestrainer.
GHY flm, dpa, Federico Gambarini

Der Bundes-Hansi hat Fußball-Deutschland im Flug erobert! Nach den zähen Frust-Jahren der späten Joachim-Löw-Ära hat Hansi Flick die Nationalmannschaft wieder wachgeküsst. Die Fans haben wieder Bock auf das Premiumprodukt des DFB und träumen bereits vom Wüsten-Coup in Katar (sprich: dem WM-Titel). Das liegt nicht nur daran, dass der Fußball des Teams wieder schöner und attraktiver ist, sondern auch daran, dass Flick ist wie er ist. Aber wie ist er eigentlich?

"Erfolgreich ist der, der andere erfolgreich macht"

Der Hansi, da ist man sich im Land weitgehend einig, das ist ein netter Kerl. Einer, der die Menschen mitnimmt. So hat er schon beim FC Bayern Erfolg gehabt. Auch wenn er sich dort einen zerfetzenden Machtkampf mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic geliefert hatte – und ihn verlor. Flick verließ den Rekordmeister und zog zurück zum DFB, wo er 2014 als Co-Trainer von Löw Weltmeister wurde.

In dem Podcast "Mehr als ein Spiel" gibt der 57-Jährige nun bemerkenswerte Einblicke. "Mir ist es wichtig, dass die Menschen, die mit mir zusammenarbeiten, sagen: Wir haben dazugelernt, wir haben uns weiterentwickelt", sagt der Bundestrainer und fügt hinzu: "Erfolgreich ist der, der andere erfolgreich macht.“ Stand jetzt ist ihm das beim DFB auf bemerkenswerte Weise gelungen.

Flick ist ein Mann der Überzeugungen

"Wenn du einmal die Chance hast, Nationaltrainer zu werden, musst du nicht lange überlegen“, sagt Flick. Er ist eben ein Mann der Überzeugungen. Aber auch einer, der den Blick weit über den Fußball-Tellerrand hebt. Die Krisen der Welt beschäftigen ihn. Als Mensch Hansi Flick, als zweifachem Vater, als dreifachem Großvater.

"Das macht mir Angst“, sagt er mit Blick auf die Pandemie und den Krieg in der Ukraine. „Das sind die Dinge, die mir – was die Zukunft meiner Kinder und Enkelkinder betrifft – Sorgen machen. Wir müssen die Dinge vorleben, aber letztendlich wissen wir nicht, was passiert." Als leitende Werte nennt er für sich Toleranz und Vielfalt. Aber eben auch die Familie: "Wenn ich sie um mich herum habe, geht es mir gut." (tno)