Es geht um Tibet

"Brutaler Diktator" - NBA-Star Kanter greift China an

Enes Kanter nimmt kein Blatt vor den Mund
Enes Kanter nimmt kein Blatt vor den Mund
© AP, Mary Schwalm, MCS

21. Oktober 2021 - 10:01 Uhr

China stoppt NBA-Übertragung wegen Kanter

Basketball-Star Enes Kanter (29) hat Chinas Staatsführung scharf kritisiert. Der Teamkollege von Dennis Schröder bei den Boston Celtics aus der NBA nannte den chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei Twitter einen "brutalen Diktator" und sagte, dass "Tibet dem tibetischen Volk gehört". Kanter befeuerte damit erneut für Spannungen zwischen Peking und der US-Basketballliga.

Kanter zeigte schon gegen Erdogan Kante

Kanter trug beim Spiel gegen die New York Knicks (134:138) zudem Schuhe mit der Aufschrift "Free Tibet". In China wurde die Übertragung der Partie gestoppt, berichtet die Washington Post. Kanter, als Sohn türkischer Eltern in Zürich geboren, ist bekannt dafür, dass er sich lautstark politisch äußert. 2019 hatte er sich als Kritiker des Regimes von Recep Tayyip Erdogan in der Türkei einen Namen gemacht.

"Tibet gehört den Tibetern, ich bin hier, um meine Stimme zu erheben und mich gegen das auszusprechen, was in Tibet unter der brutalen Herrschaft der chinesischen Regierung passiert", sagte Kanter in einer Videobotschaft, die er in den Sozialen Medien veröffentlichte.

Im Jahr 2019 stoppte China die TV-Übertragung von NBA-Spielen zeitweise, nachdem Daryl Morey, ehemaliger General Manager der Houston Rockets, über Twitter die prodemokratischen Demonstranten in Hongkong unterstützte hatte. Die NBA entschuldigte sich daraufhin bei China.

Tibet steht unter chinesischer Kontrolle. Menschenrechtsaktivisten und Exil-Tibeter werfen Peking unter anderem religiöse Unterdrückung, Folter und Zwangssterilisationen vor.