Schütze ist noch auf der Flucht

Kopfschuss! Brutaler Angriff vor einem Hamburger Sportplatz

Die Polizei hat am Mittwochabend mit zahlreichen Streifenwagen und einem Hubschrauber nach dem Täter gesucht - bisher erfolglos.
Die Polizei hat am Mittwochabend mit zahlreichen Streifenwagen und einem Hubschrauber nach dem Schützen gesucht - bisher erfolglos.
sei, dpa, Jonas Walzberg

Es ist ein Blutbad, was Passanten am Mittwochabend in Hamburg-Veddel auf offener Straße vorfinden. Ein Kopfschuss, ein flüchtiger Schütze und ein Opfer, das mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus kommt.

Mordkommission ermittelt in Hamburg-Veddel

Was ist da am Mittwochabend passiert um kurz vor 22 Uhr? Ein 37-jähriger Mann liegt blutüberströmt vor einem Sportplatz auf der Slomanstraße. Ihm wurde in den Kopf geschossen. Die Passanten, die ihn auffinden, wurden zuvor von einem Schussgeräusch aufgeschreckt und so auf das am Boden liegende Opfer aufmerksam. Sie wählen sofort den Notruf. Scheinbar mussten einige Personen das Geschehen mit ansehen, ein Zeuge schildert seine Eindrücke der Tat auf Facebook.

Mit lebensgefährlichen Verletzungen wird der Mann ins Krankenhaus St. Georg gefahren, wie die Polizei gegenüber RTL bestätigt. Dort wird er umgehend operiert – auch am Donnerstagvormittag schwebt der 37-Jährige weiterhin ins Lebensgefahr.

Wer hat den Schuss abgefeuert?

Noch am Abend gibt es eine sofort eingeleitete Großfahndung. Mehr als ein Dutzend Streifenwagen, mehrere Hundedienstführer und sogar ein Hubschrauber suchen nach dem flüchtigen Schützen – nach wie vor gibt es jedoch keine Spur. Zu den Hintergründen kann die Polizei bisher keine Angaben machen. Die Mordkommission hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen und sucht nach Zeugen.

Der Fall sorgt für große Anteilnahme. Noch am Mittwochabend versammelt sich eine große Menschenmenge vor der Klinik: „In der Folge kam es dann dazu, dass etwa 70 Personen auf dem Krankenhausgelände aufgetaucht sind, in dem der Geschädigte aktuell liegt – Freunde und Angehörige. Es war eine sehr aufgeheizte, emotionale Stimmung“, erklärt Sandra Levgrün von der Polizei Hamburg. Ein Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreut mehrere Augenzeugen und Familienangehörige psychologisch. (dpa/agi/xas)